pieler Das  probabilistische Modell der Entwicklung eines Kabeljaus aus Millionen von abgelegten Eiern ist hier nicht mehr anwendbar: Es sei zugestanden, daß aus drei Millionen Eiern ein Individuum entsteht; wenn aber aus einem Ei kein Fisch entsteht, so ist das gleichbedeutend mit der Vernichtung dieses Eies. Wenn dagegen aus den Primaten nicht die Art Homo sapiens hervorgegangen wäre, so hätte das die Möglichkeit der Entstehung vernunftbegabter Wesen auf der Erde keineswegs zunichte gemacht. Sie hätten zum Beispiel aus den Nagetieren entstehen können. Ein probabilistisches Modell, wie es das Würfelspiel darstellt, findet bei einem sich selbst organisierenden System, wie es die Evolution ist, keine Anwendung. Dieses Modell berücksichtigt immer nur Gewinn oder Verlust, ist also ein Spiel nach dem Prinzip »Alles oder nichts«, während die Evolution zu allen möglichen Kompromissen bereit ist; wenn sie auf dem Lande »verliert«, vermehrt sie dafür ihre übrigen Organismen im Wasser oder in der Luft, und wenn eine ganze Abstammungslinie von Tieren der Vernichtung anheimfällt, wird sie dank der evolutiven Radiation alsbald durch andere Organismen ersetzt. Die Evolution ist ein Spieler, der nicht bereit ist, seine Niederlage anzuerkennen; sie gleicht nicht einem Gegner, der entweder ein Hindernis überwindet oder unterliegt, nicht einem harten Geschoß, das an einer Mauer entweder nur zerschellen kann oder sie durchschlägt. Sie gleicht eher einem Fluß, der Hindernisse dadurch umgeht, daß er die Richtung seines Laufes ändert.  - (sum)

Spieler (2)  Sie nennen mich den ›Künstler‹, und dabei bin ich nichts als der Erdfeind, der Spieler. Statt die Welt zu verkörpern, bin ich der Punkt, in dem sich die Lieblosigkeit bündelt. Der Punkt auf der Lanzenspitze bin ich, das Bündel von Peitschenschnüren. Statt vielfältig zu sein und entwaffnend, bin ich einschneidig, unfruchtbar und schlagbereit. So auf ständige Geistesgegenwart bin ich eingestellt, daß ich zugleich gar nicht da bin, für niemanden, auch nicht für mich selber. Du bist nicht da! das war der Satz all meiner Geliebten. Geliebte? Es gab niemals eine. - Sie nennen mich den freiesten Menschen, und dabei bin ich nichts als ein Teilnahmsloser, ein Unsteter. Wenn ich sage, was ich will, und gehe, wohin es mir beliebt, so erlebe ich nie die Freiheit dabei, sondern mein Unrecht und meine Entbehrung. Niemand von ihnen weiß, wie oft gerade ich mir mein Motto vorhalte: Schweigen und Bleiben! — Sie nennen mich den König, und dabei bin ich nichts als ein Heuchler und Lügner. Meine Großzügigkeit ist in Wahrheit Herablassung, meine Nachsicht und mein Jeden-gewähren-Lassen Treulosigkeit, mein Abstand Verachtung. Statt ihr König des Lebens zu sein, bin ich der Menschenfeind: ein Finsterling, wenn ich nicht spiele, und wenn ich spiele, anstelle der Seele ein Lauern. - Peter Handke. Die Abwesenheit. Frankfurt am Main 1990 (st 1713, zuerst 1987)

Spieler (3)  Es war unserm Spiler wie dem grossen Alexander, der weint daß sein Vatter viel gewan, dann er besorgt er möcht nichts zugewinnen haben: So weint diese unsere Spilgurgel daß sein Vatter viel verlor, besorgt sein Vatter ließ ihm nichts daß er auch zu verlieren hett. Warlich rechte Heldentugenden, wann man das Gelt unter die Leut laßt kommen, den Schimmel davon treibt, unnd des gelts ein Meister ist. Jedoch hett er allerley Spiel inn allerley Wehren vor, mit unnd ohn Frauen, ohn und mit Frauen, mit und ohn das gesind, bei Liecht und bei keim Liecht: war gar kurtzweilig wie ein Floh im Ohr, lustig wie ein Nasser Sontag, und dasselb spilender und gailender weiß, wie folget, als nämlich spilt er: 
 
Der Flüssen:

Rümpffen:

Des Premiere:

Trumpffen

Den Picarder:

Rum und stich.

Ticke tack:

Auß und ein machen die

Schachmatt:

  Meydlin gern.

Lurtsch:

Fickmül:

Des Schultheissen:

Hupff auff, dupff auff,

Des Reißers.

Wintertrost.

Des Legens.

Dummel dich gut Birche,

Der 31.

Plinden mäuß.

Marsch

Eselin beschlagen

Hundert eins:

Mit wem hat man gekallt.

Gänßlin beropffen:

Wir geben und nemmen

Welch Kart wilt verstecken,

  einander.

die kan ich entdecken.

Nach dem won:

Du der Haß, Ich der Wind

Wer eins thut, thu auch das

Ich hang, ich haffte:

  ander

In Himmel, in d'Höll:

Sequentz:

Der Wolff hat mir ein

Jeder hab des Mauls acht:

  Schäflein gestolen, weil

Der Bonen

  ich Käß und Brot will

Des Borers:

  holn.

Kochimbert, wer gewint

Trickretrac.

  verlört.

Vier Wachtel im Sack:

Das widerle, wederle.

Dorn außzihes.

Torment:

Der Unfur.

Den Schnarcher:

Der Schantz.

Contemonte

Neun und hundert

Des glucks:

Der Palirmül,

Wer find, der gewinnt.

Ein und dreissig:

Der Muter:

Krumme neun:

Nun fah den Ball, eh er fall

Rausch:

Der beschorenen Hund,

Umbschlagen:

Des Plättlins.

Par mit dem Dantz:

Über eck ins bein

Trei Hundert

Der hupfelrei

Der Condemnade.

Ballenripotei:

Non verende:

Tochter laß die Rosen ligen.

Ich vernüg mich:

Schwartzer Dorn ist worden

Malcontant:

weiß:

Königs lösen:

Das Pickelspil:

Des Gauchs

Zipffelzehezupffen

Der Rusig Schultheiß auß

Die hüpsch als ich,

  Morenland:

Tölpeltrei:

Wer hat dich geschlagen, ist

Mit Wasser grüsen:

  mir leid für den schaden,

Jeder seh seiner Nächstin die

  ich reche mein Unschuld,

  hand.

Burckhart mit der Nasen,

Der Girlande:

  komm helft mir grasen.

Der Fastenbrüder:

Wolauff das walts Gott nider

Wirt geb uns f. und p.

In die Brenten:

Des Andres:

Des Kolbens.

Trotzenträtzlin, wie ein

Der Liebhell:

  Lätzlin:

Was wundert euch?

Susa seußlin, flusa fleußlin.

Wa geht der Dantz hin Esel-

Zuck nit mein lib, ist ein

  mut:

  billich sach:

Wem krähet der Han:

Matz werffs der Metzen zu

Nadel on fadem in Hoff

Des Fuchsses:

  tragen:

Des küschwantzes:

Pferdlin woll bereit.

Der Planchen:

Cock, Cock ey wil.

Der drey würffel:

Lausen oder Noppen.

Der nickenocke:

Fingerschnellen

Des Zäumlins:

Den verkauf! ten gabelochssen

Wisch auff:

mit Wasser zahm:

Wann ich mein Hörnlinplas:

Wer kan siben Lügen

Loch zu Loch:

Wer kan siben Lügen ver-

Es miet mich

schweigen:

Inn die Würst faren:

Greiff jeder seiner Nachbarin

Auff allen Tischen:

den Puls.

Der geschrenckten Schenckel.

Was wer dein gröst begern.

Womit dienstu deim bulen?

Meiner Muter Magd macht

Was für Blumen gebt ihr mir

  mir mein Muß, mit meiner

  zum krantz?

Muter Mal:

Des grösten betrugs:

Warzu sind lang Nasen gut?

Des Liebrhatens:

Welches Bubenstucks rümst

Des Spitals der Narrn:

  dich am meisten.

O mein hertz verschwind

Des Friden machens.

Den Pronnen schöpfen.

Secht Muter der Dutten.

Auff den Berg faren:

Des Untreuen baurens.

Eyn rusigen dib f ahen:

Der Alten Lüller.

Der untreu under dem

Was sagt man Neues im Bad ?

  Mäntlinspilen:

Gevattern betten

Was ist diß, fernen wie ein

Das Alefrentzlin greiff ans

  gabel, in der mitten wie ein

  schwentzlin.

  Faß, das hinderst wie ein

Das zünglinspitzlin, fritzen-

  besem? Ku.

  schmitzlin:

Was geht auff dem kopff in

Das Zeißlin, Mäußlin,

  bach?

Kläußlin, kom inns häuß-

Aller heyligen Faß:

  lin, würff ein däußlin:

Gott verläugnen:

Frauenspil:

Hellenpart schmiden:

Röpflins:

Des Schupletzers

Der Baboben,

Hibu.

Primus secundus:

Dorelot häßlin.

Zu underst des messers:

Tirelitantine.

Des Schlüssels:

Färddin gang du vor.

Des freien Karrens:

Des hörnlins:

Grad oder ungrad:

Des weitlodis:

Kreutz oder plättlin:

Des Habern verkauffens.

Faul faudel:

Der blinden Ku.

Laußknickel:

Rhat der finger.

Härlin zupffen:

Pick Olyet offte graef .

Ich fisch in meins Herren

Nacht oder tag.

tauch:

Vergebens machen.

Des schülins:

Gäulchen laß dich beschlagen

Heimlich seitenspil ungelacht:

Das eisen auß der Eß zihen.

Umb den Gänstreck füren:

Den falschen bauren:

Grüß dich bruder Eberhart:

Der heilig ist gefunden:

Ist Weichsel reiff.

Reiben, stosen, stechen,

Steyn außgeben:

boren.

Gickel hie, warauff gickelst.

Von Wollen auf die wellen.

Martres:

Burri burrisu

Pingres:

Ich setz mich:

Eß setzt ein steyn, nimbt ein.

Disen angel mein Frau.

Haspeln.

Wendeln im bret,

Geb Arß, Nemm Arß.

Meister hemmerleins nach-

Ich bin König, du bist Knecht.

fahr.

Des deitens on Reden.

Wechsseldantz.

Wo schlafft des Wirts

Allemant damour.

Töchterlein:

Löß mir ein frag, die ich dir

Memminger Vokatzer

sag etc.

beckenprot.

Der Contrafeitischen

Meidlein thu den Laden zu,

geberden.

laß den Ladennagel

Das bottensäcklin, schlotter-

  hangen.

  päcklin.

Die Floh laufft im hemd

Mal das Mörlin:

Schlägels:

Der Sau:

Des Wirts.

Bauch wider bauch

Billard.

Des stichgrübels:

Huhu Eulen:

Kocherspergerdantz.

Der Himmel hat sich umb-

Der Spindel.

gelegt.

Wickerlin weckerlin, wilt

Nun geht davon

mit mir essen, bring ein

Es laufft ein weise mauß die

  Messer.

maur auff :

Ungelacht pfetz ich dich.

Die Gans gaht auff den

Der Pickarome.

  Predigstul.

Des Roten Rauhen Trecks.

Handwercksman was gibst

Des Engelarts.

  du darzu?

Des Rekockillechen.

Ochs inn den Veiolen.

Brich den Hafen,

Duck dich Hänßlin duck dich.

Montalant.

Alstreiffen

Das Wasserbettlen,

Eisen abwerffen.

Steur den hauffen,

Des barbedoribus.

Des Bräutgams.

Bratspißwenden.

Des kurtzen Steckens.

Gevatter leihet mir euer sack.

Pire vollet.

Esel zemmen,

Kline musettecken,

Der Widershoden.

Des grübleins.

Der Feigen von Marsilien.

Deß schnauffers.

Des Fuchsstreiffens.

Deß ernsten Schulmeisters.

Kohlen auffblasen.

Der Hofämpter.

Ein Ey, zwei halb, unnd ein

Was schrieben ihr uns umbs

halb Ey, wie viel seinds?

bett?

Was stilstu? Thaler, Taler.

Welches Narrheit wer dir

Was seind wir? Stockfisch.

lieber?

Der krippel und Lamen,

Deß Artzets.

Das Abc. reimen.

Was gibt ein groß Maul guts ?

Zum lebendigen und toden

Zur Trompe.

  Richter.

Der Haber im Sack.

Des Hogerigen Hofmans.

Deß Mönchs.

Des pimpompens

Tenebei.

Des körblin machens.

Das wunder,

Meidlin sind dir die Schuch

Naschettechen Navettechen,

recht.

Fessart, Kerbart.

Kram außlegen.

Sanct Kosman ich rüff dich

Der Abereh.

  an.

Tnori.

Der Braunen schröter

Des Zirckels.

Ich fang euch on ein Meyen.

Ich fang euch, wa ich euch

Deß Todendantzes,

  find:

Malle mort,

Wol und voll vergeht die

Krockmolle,

  Fasten.

Frau wollen wir die Kuff

Der gabeligen eychen.

  wäschen,

Deß gegossenen Gauls.

Belusteol

Deß Wolffschwantzes,

Den Habern seyen,

Deß furtz inn halß.

Deß Deffendo,

Willhelm lang mir den spiß.

Deß Frases,

Der Brandelle.

Virevoste,

Deß Muckenwadels

Deß Bacule,

Mein Oechßlin, mein

Deß Bauren,

Oechßlin,

Die unsinnige esconblette,

A propoß.

Das tod Thier,

Der neun Hend,

Steig, steig auffs leiterlin

Chapifon Narrene kopff,

Der Toden Sau,

Der zerfallenen Brücken,

Deß gesaltzenen arß,

Deß gezäumten schmid

Des Täublins,

Tolins,

Jeder trott unnd tritt,

Der Polderigen tobenden

Gott grüß euch schöne

  Cantzel,

Deß Mörselstein tragens,

Das Handwerck außschreien.

Deß Venus Tempels,

Deß Teuffels Music,

Was wünsch dir von deim

Wie vil deß krauts umb ein

  bulen,

  Heller?

Für den Richter,

Deß Vogelküssens.

Deß bösen das es gut werd,

Deß Bilgramsteurens,

Deß Besems,

Deß Grolle Gollhammers,

Spring auß dem busch.

Seit ihr die braut von Schmol-

Der verborgen Kutten

len, so lacht mir eins,

Bulgen und Seckel im Arß.

Deß Kockantins,

O hohe daß Habichnest.

Deß Mirelimuffle,

Passavant, Passefort

Mouschart,

Der Petarrade.

Der Krotten,

Raht wer hat dich

Deß Bischofsstabs,

  geschlagen?

Hämmerlin himmerlin,

Der Senffstempffel.

Bille bocket,

Cambos.

Der Königin,

Fürsich, hindersich,

Kopf zu köpf an rechen,

Raht was ist das?

Picandeau

Fudum, die Mor ist im

Krocketeste, Hackenkopf,

  Kessel.

Deß Kranchs.

Meidlin laß dirs wol thun,

Taillecop.

Loch schlagen, suppen zu-

Nasenkönig Nasart.

  haben.

Der Lerchen:

Der Geyß hüten,

Der Stirnschnallen.

Rucken oder schneid.

Der blinden würffei.

Sie thaten all also.

Deß Sacks im Wasserzu-

Inn Bernhards namen,

ber.

Ich hafft ich hang.

Es brent, ich lesch.

Rindenpfeiflin, Weiden-

Jungfrau küssen,

böglin,

Im sack verbergen,

Vögel außnemmen

Der schönsten den stein,

Im Sack ein Repphun das

Die finger krachen, die

  übrig soll mein knecht

  Männer wachen,

  Heintz thun.

Mein Tochter ist heurahts

Jeder Vogel inn sein

  zeit.

  Nest.

Es kombt ein Fisch, es komt

Der Verzäuberin,

  ein Vöglin.

Der Muttwilligen Witt-

Waidi oder trockens.

  frauen.

Rumpele stilt oder der

Hupff inn Klee.

Poppart.

Meydlin was hat dir die

Den Kessel auff dem Leilach

  Kunckel gethan?

rucken,

Teller von der Stangen

O sie ist hüpsch.

  schlagen.

Rahtet ihr, was stund im

Auff dem Gsäß mit gebunden

  brieff?

  Händen und fassen thur-

Umbschantz.

  nieren, das recht ohr inn

Windcelrut,

  die lincke Hand, und den

Ich rür, ich rür,

  arm dardurch geschleifft.

Ich raht,

Unser Han der König, der

Ribon Ribaine,

  streit ist gewonnen

Har auff har, katzenhar,

Der Hof färben des scheidens.

Wer das nicht kan, kan nicht

Es giengen drey Jung-

  vil.

  frauwen

Teller im Kübel abschlagen.

Der Baur schickt sein Jockel

Deß Sack zuckens.

  auß.

Knecht vernims.

Frosch fangen,

Deß Apts unnd seiner

Klopff wer da wöll.

  Brüder?

Hanß hau dich nicht.

Kluckern, schnellkugeln

Liendel laß dir die Juppen

Knopff oder spitz

blacken.

Inn kauten, kautenfaul.

Moriscendantz

Die Imen stechen.

Durch den Sträl Schalmeien

Auff der brücken suppere inn

Den Schuch außtretten.

  glorie.

Propter S. Franciscum.

Auff tellern mit bänden gähn,

Fünfften stein,

Mein Man ist ein Gauch,

Wa zu ist stro gut?

  mein Gauch ein Man.

Adam hett siben Sön.

Über daß kreißle

Widerfüren,

Der Leibpredig.

Der letzt der ists.

Gesellens.

Jungfrauenspiel.

Murr murr nur nicht.

Räters.

Ritter durchs gitter,

Neunten stein,

Das spill ich auch, ich auch,

Des Verdiensts des Lieb-

die Sau aß ein treck, ich

  krantzes.

  auch.

Stein verbergen.

Poselleidi

Schüchle bergen.

Der mehesten äugen,

Plöchlin machen

Der besten gerad.

Zum zwire zum zware, der

Pumpimperlein pump.

  Vogel ist gefangen.

Der unverständtlichen

Welchs sind der Buler gröste

  sprachen.

  thorheiten?

Wer poppenschießt

Wie heissen des Wirts

Die grösten Weidsprüch?

kammern?

Was für zeitung auff der

Was schenckst mir inn das

  Post?

hauß?

Was setzt ihr den Gästen

Womit verdieneten ihr den

  auff?

krantz?

Deß Alters.

Sdiachzabel. Wolffs zagel.

Matz stampff hinein.

Höltzin gelächter.

Seit ihr die Meyd von

Warumb hast dein liebchen

  Rosenthal

  lieb?

Die faulen Magd.

Faul eisen

Desperat

Verbotten mein.

Auff den Reutterschlag.

Der letzt ein Schelm.

Deß unverbottene kusses.

Wie reuten die Mönch.

Häubeln.

Wann ich dirs nenn, und du

Der Braut.

so grosser Narr bist, und

Sdiuch pletzen.

nicht weist was das ist.

Schelmentrager.

Wickerlin, weckerlein laufft

Der minsten äugen.

übers Aeckerlein, hat mehr

Zwei gleich gewints.

bein, dann meiner Hund

Stecken stocken,

kein.

Nestel vom Messer blasen.

All zinck.

Nussenspicken,

Seß eß,

Wie vil schiesest mir auff ein

Kuntz hinder dem Ofen.

Nestel,

Zu den Hunden.

Plöchlin stellen fällen,

Wer ja und Nein sagt.

Zeichen oder unzeichen.

Keller und Koch, bloß ins

Pfenning im Buch pletern,

loch.

Tafel schiessen,

Faden umb die händ in vil

Helmlin zihen,

gestalt winden.

Verbergens.

Grandmercy,

Bänder außtheilen,

Ich bleib. Ich tausch.

Käß trucken,

Mönchsgebett,

Da sitz ich fein, da ward ich

Wers hat der red,

dein,

Schimmel laß dich wischen,

Ich gang, ich komm, ich

Wessen ist die hand, der

komm, ich gang,

finger?

Der Träum.

Der erst herauß, der letzt

Deß beichtens,

drinnen,

Deß Schulmeisters mit der

Das Bocken,

langen Nasen.

Harnisch fegen.

Alle bösen

Fasten auff der Karten.

Der Sünden büß.

Titerint tractro, stampf ins

Ich erinner euch,

Stro.

Ich gieng durch ein enges

Wie gibst den Fincken

  Gäßlin, begegnet mir ein

Wer was weiß der sags,

  schwartz Pf äflin, etc.

Weiß oder schwartz?

Es wolt ein Jungfrau

Deß Igelstechens,

  züchtig sein, nam ihn inn

Spitz das mündlin,

die hand und wiß ihn

Wer kans wissen, wie vil die

  drein, etc.

  Magd hat, etc.

Ich legt mein Bauch auf sein

Den Katzenstrigel.

  Bauch, etc.

Oel außschlagen,

Pfeifft oder ich such euch

Inn was gestalt dir die

  nicht.

Wandlung gefallt.

Kapp komm auß dem

Herbei, es ist opfferens zeit.

  Häußcken.

Ich und mein Knecht tragen

Des Warnens,

  ein Harnisch feyl.

Wie erschien dir vornächten

Wirten,

   dein Bule?

Hilteckens.

Bierenbaum schütteln.

Treimal sechs,

Küle, kühele gump nit.

Den überwurff,

Schabab

Den zwölfften stein,

Trag den Knaben.

Pf erdlin wol bereit.

Deß Judas.

Ritschen.

Da zünd er ihr den Rocken

Pfeifft oder ich such euch

  an,

   nicht,

Des Weberspils.

Schulwinckel,

Hütlin, hütlin durch die bein.

Hol oder voll

Rebecca ruck den stul.

Hänlin komm auß dem

Leuß oder Niß,

  winckelein.

Wie reutst die Sau, daß sie

Das Hänlin, hänlin hat gelegt.

  nicht hau.

Furtz im Bad, oben auß,

Im Winter auß, im Sommer

  nirgend an

  an,

Es beißt baß,

Den Hund heben.

Der kleiner ziehet den

Der sdileckhafrten Katzen,

   grossen,

Vier bein zwey bein,

Tantz oder pfeiff,

Wa lauffen die Seck selbs

Wa klebt der Senff.

  herauß?

Iß Heues vil, so iß des

Hinden rauch, fornen kal,

meher,

Wa thun all hüpsch Frauen

Den grindigen Gauch be-

  hin?

ropffen,

Wünsch das beiden nutzt,

Kätzlin mach ein hasen-

Trey wünsch auff eim stiel,

  täplin,

Mein Vatter fieng ein Fisch,

Wolff beiß mich nicht.

  wie lang?

Der schmach und raach,

Deß Welschen giffts.

Der Neue Zeitung beim

Warumb seufftzt ihr Nach-

  Bronnen.

 bar?

Des Promovirens inn der

Was reuet dich?

  Lehr der Lieb.

Ists Esel oder Edel?

Der Heimlichkeit.

Was krüselt sich, was mauset

Was ich wünsch, sey dein

  sich?

  halb,

Ist nahe darbei, baß auff den

Immen wigen

  Esel.

Ich bring dir ein Vögelin,

Soll ich, bin ich,

Was für Blumen zieren sie

Dem Blinden opfferen.

  wol?

- (fisch)

Spieler (4) Ich habe ihn verschiedene Male beim Roulett beobachtet (einen guten Teil seiner letzten Lebensjahre verbrachte er in San Remo, und wenn ich ihn treffen wollte, wußte ich, daß ich ins Spielkasino gehen mußte) und hatte den Eindruck, daß er in dem Sinn kein guter Spieler war, als er wirklich (oder es schien nur mir so) «auf den Zufall setzte», keine Strategie, keinen Plan, kein obligates Vorgehen oder «System» anwandte, womit angeblich erfahrene Spieler die gestaltlose Flüchtigkeit des Zufalls in feste Bahnen locken und fassen wollen, Es ist anzunehmen, daß nur ich nichts begriff. Was konnte ich schon von den Imperativen und Erleuchtungen eines Menschen wissen, der zum Spieler berufen (oder verurteilt) ist, ich, der ich nur der Regel des kleinsten Risikos folgen würde, sollte ich überhaupt jemals spielen? In seinem leidenschaftlichen Verhältnis zum Zufall - hofieren und herausfordern — wechselten womöglich die ausgeklügeltsten, von niemandem erkennbaren Strategien mit zersetzender Wut in einem Strudel, in dem alle Verluste zum Verlust seiner selbst als einzig möglichem Gewinn führen. Vielleicht war der Zufall für ihn der Weg, die Zufallslosigkeit festzustellen; so wie die Zufallslosigkeit schlechthin, das einzig absolut Sichere, nämlich der Tod ist, sind Zufall und Zufallslosigkeit nur zwei Bezeichnungen für den Tod, die einzig bleibende Bedeutung auf der Welt.  - Italo Calvino, Vorwort zu (land)

Spieler (5)

Spieler (6)   Man sah nur blasse, abgespannte Gesichter: die Männer hatten dunkle Ringe unter den müden Augen, wie alle Nachtschwärmer, und etwas Lüsternes flackerte in ihrem Blick... Die Frauen hatten verrutschte Frisuren und sahen hässlich aus: ihre Gesichter zuckten vor Nervosität, ihre Schminke war rissig geworden, und die reisgepuderten Wangen waren wie geriefelt.  - Pierre Souvestre & Marcel Allain, Fantômas: Mord in Monte Carlo. Berlin 1986 (zuerst 1911)
 
Spiel
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