erbung  HORRIBILICRIBIFAX. Nobilissima Dea, Cortesissima Nimfa. Ochio del mondo. Durchleuchtigste unter allen schönen; berühmteste unter den. fürtrefflichsten / übernatürlichste an Vollkommenheit / unüberwindlichste an Tugenden / euer unterthänigster Leibeigner Sclav', der durch die Weltberühmete Capitain Horribilicribrifax von Donnerkeil / Herr auff Blitzen und Erbsaß auff Carthaunen Knall præsentiret / nebenst Verwündschung unsterblicher Glückseligkeit / seiner Keyserin bey angehendem Morgen seine zwar wenige / doch jederzeit bereitwilligste Dienste!

CŒLESTINA. Mein Herr Capitain, er muß uns so gewogen nicht seyn / wie er vorgibt / sintemahl er uns so bald den Tod wündscht.

HORRIBILICRIBIFAX. Den Tod? La morte? Io rimango petrificato dalla meraviglia! Ey da behüte mich der Blitz von diesem glorwürdigsten Degen für dergleichen Gotteslästerung!

CŒLESTINA. Er verwündschte uns unsterbliche Glückseligkeit.

HORRIBILICRIBIFAX. Certo si. Nicht anders.

CŒLESTINA. Selbige erlangen wir / wie ich weiß in dem ewigen Leben. Dazu aber können wir nicht eingehen / als durch den Tod.

HORRIBILICRIBIFAX. Meine schöne ist unüberwündlich so an Scharffsinnigkeit / als Schönheit. Quella fu buonissima e sapientissima dimostratione!

CAMILLA. Mein Herr Capitain liebet meine Jungfrau mit diesem Bedinge / daß sie bald sterbe: so würde er Erbe ihrer Güter / und theilete den Raub aus.

HORRIBILICRIBIFAX. Ha Jungfrau Camilla, also mit mir zu spotten? U vostrò fù un ragiona troppo mordente. Sie kennet mein auffrichtig Gemüthe / und weiß / wie fest ich in Liebe gegen meine Englische Cœelestinam verbunden stehe. Wenn mich nicht ihre Gegenwart allhier auffhielte / hätten die Venetier längst den Türcken durch mich aus Constantinopel vertrieben.

CŒLESTINA. Mein Herr Capitain, wir entschlagen euch dieses Arrests, des gemeinen Bestens wegen. Wir wollen nicht Ursach seyn / daß so eine schöne Gelegenheit das Christenthum zu befördern hindan gesetzet werde.

HORRIBILICRIBIFAX. Fermate vi in cortesia & ascoltate mi per vostro bene, Animo. mia! Meine himmlische! wil sie ein Probstück meiner Stärcke sehen / sie sage nur ein Wort / ich wil eine grössere That verrichten / als die Victorie vor Lepante auff der See gewesen.

CGSLESTINA. Hat sich mein Herr Capitain auch bey selben so berühmten Treffen befunden?

HORRIBILICRIBIFAX. Ich war damahls des Don Gionanne, Austria Luogotenente.

CŒLESTINA. So muß mein Herr eines ziemlichen Alters seyn / weil dieselbe Victori noch vor unser Großväter Zeiten erhalten ist?

HORRIBILICRIBIFAX. Ey es ist so lange nicht / ich bin noch Assai Giovane e Galant huome gagliardo, robusto e dio bouna natura, um sie meinen Engel zu bedienen!

CŒLESTINA. Mein Herr Capitain, Ich bin so grosser Ehren nicht würdig.

HORRIBILICRIBIFAX. Meine Princessin / unico spechio di bellezza, Regina de gli astri, miraculo de i cieli, & honor della natura, wil sie Keyserin von Trapezont, Königin von Morenland / Fürstin von Egypten.

CAMILLA. Churfürstin von neu Zembia, und Gräfin von Nirgendsheim.

HORRIBILICRIBIFAX. Anzi Hertzogin über Persen genennet werden? sie gebiethe! all diese Kronen sollen inner einem Monat / drey Tagen und zwey Stunden / und vielleicht in qvsesto giorno, zu ihren Füssen liegen. CŒLESTINA. Mich wundert / Herr Capitain daß er nicht selbst für sich etliche aus gedachten Königreichen in Besitz genommen! HORRIBILICRIBIFAX. Ha! l'Honore e l'Avaritia non possono star insieme! Ich bin allein vergnügt mit meinem Glück und Degen / als mit welchem ich alles kan zuwege bringen.

CAMILLA. Das ist gut / daß man alles kan darmit zuwege bringen: unser Koch weiß sonsten aus Degen keine Pasteten zumachen.

CŒLESTINA. Uns genüget / Herr Capitain an unserm Stande.

HORRIBILICRIBIFAX. Final mentè: wil meine Göttin sich anbeten lassen? sie wincke nur / sie soll mich stracks mit dem güldenen Rauchfaß für ihr auff den Knien sehen.

CAMILLA. Der Herr Capitain hält meine Jungfrau für eine heilige auff dem Altar einer Kirchen.

HORRIBILICRIBIFAX. Für eine Heilige in meinem Hertzen / non e cosa più chiara, wil sie / daß ich ihr zu Ehren auff der Spitze eines Dachs nach dem Ringe reite?

CŒLESTINA. Ich liebe meines Herrn Gefahr nicht.

HORRIBILICRIBIFAX. Wil sie / daß ich einen grimmigen Löwen im vollem Lauff erwische / und ihm in ihrem Angesicht den Hals abreisse. cosi sarà per certo.

CAMILLA. Hasen / Herr Capitain, weren besser.

CŒLESTINA. Einen Löwen / Herr Capitain, solte diß wohl möglich seyn?

PAGE. O / mein Herr hat wol grössere Thaten verrichtet; wenn ich erzehlen solte / was er einmahl auff der Jagt mit dem König in Persen zuwege gebracht; es würde weit anders lauten.

CAMILLA. Ey ein schönes Paar zusammen! so Herr / so Knecht!

CŒLESTINA. Lieber / last uns hören / was es für eine Helden-That gewesen!

HORRIBILICRIBIFAX. Ob ich wohl in meiner Gegenwart mich ungern rühmen lasse / auch meine Diener derowegen nicht halte / dennoch weil es mein Engel zu wissen begehret / geb ich dir Freyheit dieses zu erzehlen. dite purè.

PAGE. Der König hatte die Ehre meinen Capitain neben sich auff die Jagt zu führen. Das Wild wurd angetroffen / die Jäger eileten so hir als dar zusammen / der Perß aber traft auff einen sehr grossen Hirschen. Mein Herr verfolgete denselben nebenst dem Könige : Doch umsonst / weil er zu hurtig auff die Füsse / und die Pferde allbereits zu müde.

CAMILLA. O weide Messer! O Jägerrecht!

PAGE. Als der Perß etliche Pfeile vergebens abgehen lassen / ergrimmte mein Capitain, daß er das Jägerhorn von seinem Halse rieß / und mit demselben nach dem Hirschen warft.

CAMILLA. Damit wird er ihm zweiftels ohn das Gewichte in Stücken zerschmissen haben.

PAGE. Gefehlt Jungfrau Camilla! Denn das Horn flog just dem Hirsch zum Hindern hinein / und weil das Wild in vollen Fartzen war / gab es so ein wunderlich Getöne / daß alle Hunde herzu gelauffen kamen / und den Hirschen anhielten / also ward das Wild gefället. Cœelestina und Camilla fangen an zu lachen.

HORRIBILICRIBIFAX. Du ungehobelter Galgenschwengel / Cane odioso! Furfante! Scimia di Barbaria, solst du deinen Herrn also schimpften!

CŒLESTINA. Ey Herr Capitain, er erzürne sich nicht.

HORRIBILICRIBIFAX. Wenn ich nicht meines Lebens Einrede gelten liesse / so wolte ich dich / al primo colpo, mit dem Stabe zwölff Ellen tieff in diese Mauren jagen / daß nichts von dir hier / ohn der rechte Arm / zusehen seyn solte mit welchem du den Hut abziehen köntest / wenn mein Engel etwa vorüber gienge.

CŒLESTINA. Herr Capitain, ich bitte um Verzeihung / daß ich ihm für dieses mahl nicht länger Gesellschafft halten kan.

HORRIBILICRIBIFAX. Meine Schöne wird zum wenigsten mir zulassen sie zubegleiten. Sò che lo potere fare, per la commodita mia.

CŒLESTINA. Für diesesmal bitte ich zum höchsten um Entschuldigung.

HORRIBILICRIBIFAX. Adio dann wenn es ja nicht anders seyn kan / mein Engel / Adio meine Göttin / Adio mein Auffenthalt / Adio mio bene, adio mia gloria, adio donna Celeste! adio! - Andreas Gryphius, Horribilicribifax (1650 / 1663)

Werbung (2) Ich wurde die Treppe hinauf in das Zimmer des Bejs geführt — oder vielmehr in sein Schlafzimmer. Er war ein großer, klobiger Mensch, vielleicht selbst Tscherkesse; er saß im Schlafrock auf dem Bett, zitternd und schwitzend, wie im Fieber. Als ich hineingeschoben wurde, hielt er den Kopf gesenkt; er winkte meinen Begleitern, hinauszugehen. Dann hieß er mich mit kurzatmiger Stimme auf dem Boden ihm gegenüber Platz nehmen und verstummte darauf; ich blickte indessen seinen großen Kopf an, dessen borstiges Haar nicht länger war als die schwarzen Stoppeln auf Wangen und Kinn. Schließlich musterte er mich, befahl mir aufzustehen und mich umzudrehen. Ich gehorchte. Er warf sich auf das Bett und zog mich mit sich in seine Arme. Als ich merkte, was er wollte, wand ich mich von ihm los und sprang wieder auf, froh, daß ich ihm im Ringen auf jeden Fall gewachsen war.

Er begann mir zu schmeicheln und sagte, wie zart und jung ich wäre, wie schön meine Hände und Füße seien und daß er mich von Drill und Dienst befreien, mich zu seinem Burschen machen und nur sogar Lohn zahlen werde, wenn ich nur nett zu ihm wäre.

Aber ich blieb verstockt; so änderte er seinen Ton und befahl mir barsch, die Hosen herunterzuziehen. Als ich es nicht sofort tat, griff er nach mir; ich stieß ihn zurück. Er klatschte in die Hände, woraufhin der Posten hereinstürzte und mich festhielt. Der Bej beschimpfte mich und stieß schreckliche Drohungen aus; dann mußte der Mann, der mich hielt, mir Stück um Stück die Kleider herunterreißen. Seine Augen wurden groß und rund, als er die halbgeheilten Stellen von den vor kurzem erhaltenen Schüssen auf meinem Fleisch sah. Dann stand er schwerfällig auf, ein Glitzern kam in seine Augen, und er begann mich abzutasten. Ich ertrug es eine Weile, aber als er zu viehisch wurde, stieß ich ihm meinKnie in den Leib.

Er taumelte auf das Bett zurück, krümmte sich und stöhnte vor Schmerz, während der Soldat nach dem Korporal und den anderen drei Leuten rief, die mich an Händen und Füßen packen mußten. Sobald ich wehrlos war, gewann der Kommandant wieder Mut, spie mich an und schwor, er würde mich noch dahin bringen, daß ich ihn um Verzeihung bäte. Er zog seinen Pantoffel aus und schlug mich damit wiederholt ins Gesicht; der Korporal mußte meinen Kopf an den Haaren zurückziehen, damit mich die Schläge auch richtig trafen. Dann beugte der Bej sich über mich, schlug seine Zähne in meinen Hals und biß, bis das Blut kam. Darauf küßte er mich. Dann ließ er sich von einem der Leute ein Bajonett geben. Ich glaubte, daß er mich töten wollte, und wurde sehr traurig. Aber er zog nur ein Stück Fleisch von den Rippen ab, bohrte mit beträchtlicher Anstrengung die Spitze des Bajonetts hindurch und drehte es in der Wunde halb um. Ich krümmte mich vor Schmerz, während das Blut mir in Strömen an der Seite herabrann und vorn über den Schenkel tropfte. Der Bej schaute befriedigt drein, tauchte seine Fingerspitzen in mein Blut und besudelte damit meinen Leib. - T. E. Lawrence, Die sieben Säulen der Weisheit. München 1979 (dtv 1456, zuerst 1922)

Werbung (3) Da war einmal ein König in Antua, der hatte drei Söhne, und ihre Namen waren Cod, Cead und Michead. Eines Tages stand Cod auf und ging hinaus, um nach dem Wasser und den großen Wellen zu sehen. Er stand noch nicht lange am Ufer, als er auf der alten See ein Schiff dahersegeln sah. Das Schiff hielt auf ihn zu, bis es die Küste erreicht hatte. Eine schöne Frau sprang an Land und redete Cod an: »Du sollst deinen Kopf und all deinen Besitz verlieren, wenn du mich nicht zu deinem Weibe machst, ehe ein Tag und ein Jahr vergangen sind!«

»Aber wie und wo finde ich dich?« fragte Cod. »Ein Jahr bin ich eine Katze, ein Jahr ein Hund, ein Jahr ein weißgefiederter Schwan«, sprach sie, »einen Tag in jedem Jahr erscheine ich in meiner wahren Gestalt. Ich bin unter den Frauen an diesem Tag. Du mußt mich finden und dazu deinen Verstand und deine Stärke gebrauchen.«

Darauf segelte die Frau in dem Schiff wieder fort. Cod ging heim, ließ sich in einen Stuhl fallen und stieß einen solchen Seufzer aus, daß der Stuhl unter ihm zusammenbrach.

»Das war der Seufzer eines Mannes in Acht und Bann«, sprach der König. - (irm)

Werbung (4) Es ist gar nicht anders denkbar, als daß ein so ungewöhnlicher Mensch wie Emil Gluck auch ein ungewöhnlicher Liebhaber sein mußte. Zu seiner Genialität, seiner Einsamkeit und seiner Krankhaftigkeit kam noch — das darf man nicht vergessen —, daß er überhaupt nichts über Frauen wußte. Welche Wellen des Verlangens ihn auch überfluten mochten, er hatte nicht gelernt, wie man dieses Verlangen zum Ausdruck brachte. Seine extreme Schüchternheit mußte zwangsläufig eine ungewöhnliche Art der Liebesbekundung zur Folge haben. Irene Tackley war eine recht hübsche junge Frau, aber oberflächlich und leichtfertig. Sie arbeitete in einem Süßwarenladen gegenüber von Glucks Werkstatt. Er kam häufig rüber, trank Sodawasser mit Eis und Zitronensaft und starrte sie an. Das Mädchen schien sich nichts aus ihm zu machen und nur mit ihm zu spielen.  Er sei "schrullig", sagte sie, ein andermal nannte sie ihn "meinen komischen Kauz", als sie beschrieb, wie er am Tresen saß und sie durch seine Brille anpeilte, rot wurde und stammelte, wenn sie von ihm Notiz nahm, und häufig in jäher Verwirrung aus dem Laden stürzte. Gluck machte ihr die unglaublichsten Geschenke: ein silbernes Teeservice, einen Diamantring, eine Pelzgarnitur, Operngläser, eine "Weltgeschichte" in vielen Bänden oder ein in seiner Werkstatt vollständig mit Silber überzogenes Motorrad. Da kommt der Freund des Mädchens, spricht ein Machtwort, ist sehr wütend, zwingt sie, Glucks seltsames Geschenksortiment zurückzugeben.  - Jack London, Der Feind der ganzen Welt. In: J.L., Phantastische Erzählungen. Berlin 1988 (zuerst 1908)

Werbung (5)  Infolge der wiederholten Körbe, die sich die russischen Zaren an auswärtigen Höfen bei ihren Brautwerbungen geholt hatten, kam zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Rußland die Sitte auf, die Zarin unter den Töchtern des Landes zu suchen. Der Zar oder Thronfolger ließ sich zu diesem Zweck die schönsten Mädchen aus ganz Rußland kommen, ließ sie von Hebammen genau untersuchen, eine engere Auswahl treffen und suchte sich dann unter den Schönen die Schönste aus. Iwan IV., der Schreckliche, zitierte sogar sämtliche heiratsfähigen Töchter aller in seinen Diensten stehenden Bojaren nach Moskau, und der engste Kreis der Aspirantinnen bezifferte sich auf 1500 Mädchen. Sie wurden in einem Riesengebäude untergebracht und in Schlafsäle zu je 12 Personen verteilt. Ein Jahr lang soll sich Iwan besonnen haben, ehe er zur Wahl schritt, aber es lohnte kaum der Mühe, denn die junge Zarin starb nach kurzer Ehe an Vergiftung.  - (erot)

Werbung (6)  URSEL. Nimm diesen Kuß mein Schatz von meinen Lippen an /

HARLEQUIN. Ich wolle / daß dir war ein Dreck ins Maul gethan. Pfuy der schönen Courtesie / Die ich mir gewünschet nie / Ich wette / Lisette / Kriegt Lavantin zum Mann. Jetzt bin ich brav vexirt / von hinten und von forn / Ich bin gantz rasend / toll / und berste schier vor Zorn /

URSEL. Sage mir / was dich anficht / Harlequin, weil dein Gesicht so dunkel

HARLEQVIN. Runckunkel. Laß mich ietzt ungeschorn.

URSEL. Ich bin ja ziemlich jung /

HARLEQVIN. ja ziemlich Eselgrau /

URSEL. Reich /

HARLEQVIN. rauch /

URSEL, schön / roth und weiß.

HARLEQVIN. Die Lippen himmelblau.

URSEL. Ich bin auch gescheut und klug /

HARLEQVIN. Wie ein alter Eßigkrug /

URSEL. manierlich /

HARLEQVIN. natürlich / Wie eine Becker-Sau.

URSEL. Wie ist es denn / mein Kind / wilstu mich gar nicht lieben?

HARLEQVIN. O wenn ich wäre blind /

URSEL. Ich wil dich nie betrüben.
Ich bin ja so hübsch und fein / Und wil gern dein Weibgen seyn.

HARLEQVIN. Pfuy Teufel :/: :/:

URSEL. Meinstu mich Affen-Maul. Langnäsichter Krumschnabel /

HARLEQVIN. Ja / ja / dich du Karren-Gaul / Madame von der Gabel /

URSEL. Schweig / ich brech dir das Genick / Du verfluchter Galgenstrick. Du Esel :/: :/:

HARLEQVIN. Was fragstu wilde Wasser-Mauß / du heßlicher Pfuy Teuffel / wilstu nicht heute fahren aus / auffn Besen ohne Zweiffel / ich lauff dir bald / schweigstu nicht / mit dem Marsche ins Gesicht / du Hexe etc. :/: :/:  - Harleqvins Hochzeit=Schmauß, nach: Komödien des Barock. Reinbek bei Hamburg 1970 (rk 524/5)

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Werbung,  päderastische

- N.N.

Werbung (8)  Die Felsendämonin nahm die Gestalt einer irdischen Frau an und sprach zu dem Affen: »Wir beide müssen ein Ehepaar werden!« Der Affe antwortete: »Ich, der ich ein Laienanhänger des erhabenen Avalokiteschvara bin, würde mein Gelübde brechen, wenn ich dein Mann würde.« Da sagte die Felsdämonin: »Wenn du nicht mein Mann wirst, muß ich sterben«, und warf sich vor dem Affen zu Boden. Als sich die Felsdämonin wieder erhoben hatte, sprach sie folgendermaßen zu dem Affen: »Ach, du großer Affenkönig, ich bitte dich, mir ein wenig Beachtung zu schenken und mir zuzuhören. Ich wurde auf Grund des Karman im Geschlecht der Dämoninnen verkörpert. Da meine Leidenschaft ungeheuer ist, begehre ich dich. Wegen der Leidenschaft umwandle ich dich verehrungsvoll und flehe dich an. Wenn du mich nicht zu deinem Eheweib machst, werde ich mich schließlich mit einem Dämon zusammentun und jeden Tag 10000 Lebewesen töten. Auch nachts werde ich tausend Kreaturen fressen. Wenn dann unermeßlich viele Dämonenkinder geboren worden sind, werden in diesem Schneekönigreich Dämonenstädte entstehen und die dort lebenden Wesen gefressen werden. Daher schenke mir Beachtung und habe Mitleid mit mir!«   - Märchen aus Tibet. Hg. Helmut Hoffmann. Düsseldorf Köln (Diederichs, Märchen der Weltliteratur)
 
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