rakenblick  O Krake mit dem seidenen Blick! du, dessen Seele von der meinen unzertrennlich ist; du, der schönste Bewohner des Erdballs, der einem Serail von vierhundert Saugnäpfen befiehlt; du, in dem die sanfte Tugend der Kommunikation und die göttlichen Grazien, einig und unzerstörbar verbunden, in edler Gemeinschaft beisammen wohnen, als wärest du ihre natürliche Residenz, warum bist du nicht bei mir, deinen Quecksilberleib an meine Aluminiumbrust gepreßt, beide auf einem Felsen am Ufer sitzend, um dieses Schauspiel zu betrachten, das ich verehre! - (mal)

Krakenblick (2)  Fischer, Naturforscher, Reisende und Schriftsteller wundern sich über den verführerischen, »menschlichen« Blick des Weichtieres, seinen ergreifenden oder schrecklichen Ausdruck, dessen Schönheit; sie bezaubert, dessen Beharrlichkeit sie verwirrt. Alle Zeugnisse stimmen darin überein: Aus diesen leidenschaftlichen Augen liest jeder je nachdem Unruhe oder Wildheit, Traurigkeit oder Entschlossenheit.  - (krak)

Krakenblick (3)

Krakenblick 

"Traum der Fischersfrau"

 Edmond de Goncourt hat in seinem Buch über Hokusai auf den ekstatischen Ausdruck der Frau hingewiesen,
»die ohnmächtig ist vor Lust,
sicut cadaver, in einem solchen Maße, daß man nicht weiß,
ob es sich um eine Ertrunkene oder eine Lebende handelt«.
(krak)

  - Hokusai

Krakenblick  (4)

- Wikipedia

Krakenblick (5)

Krakenblick (6)

Krakenblick (7)  Die Augen des Kraken waren weit geöffnet wie die Augen eines Eulenvogels, denen sie auch sonst ähnlich sahen. Lee beschreibt den Blick des Kraken folgendermaßen: »Sein naher Verwandter, der Tintenfisch, hat runde Augen wie eine Eule, mit denen er einen anstarrt, bis man, durch seine Reglosigkeit verwirrt, ganz aus der Fassung gerät. Die Pupille eines Krakenauges könnte man mit derjenigen eines Tigers, der den Kopf wendet, vergleichen. Während die senkrechte, längliche Pupille der Katze Wildheit ausstrahlt, erschreckt der Krake, der durch den engen horizontalen Spalt seiner zusammengepreßten Augenlider blickt, durch einen Ausdruck kalter Grausamkeit.«   - (krak)

Krakenblick (8)  Frank Bullen berichtet vom Kampf eines Riesenkraken mit einem Pottwal. »Die Eindringlichkeit seines Blickes war hinreißend. Die Augen hatten einen Durchmesser von etwa einem Fuß. Ihr Blaugrün hob sich vom leichenfahlen Weiß des Kopfes stark ab, und ihr Ausdruck war so übernatürlich, daß mir eine Gänsehaut über den Rücken lief.«   - (krak)

Krakenblick (9)  Es handelt sich um ein verstümmeltes Tier, das man auf einen feuchten Fliesenboden gesetzt hatte, um seine Kriechbewegungen beobachten zu können: »Er nimmt Reißaus, indem er mit den Fangarmen herumfuchtelt und sich über den Boden schleppt, wobei ihm seine behelfsmäßige Takelage im Verein mit den alten Stummeln am meisten zustatten kommt. Währenddessen blickt er mit seinen stechenden Augen, die auf kleinen Erhebungen sitzen, verstohlen um sich; und während er der zu aufdringlichen Bewunderung seiner Verfolger in schräger Richtung zu entkommen sucht, wirft er einen ängstlichen, halb erschrockenen, halb herausfordernden Blick hinter sich wie ein Schulkind, das sich im Dunkeln fürchtet und glaubt, es sei ein Gespenst hinter ihm her.«  - (krak)

Krakenblick (10)

- Unica Zuern

Krakenblick (11)

Krakenblick (12)

Krakenblick (13)

"Gemeiner Sydneykrake"

- Telepolis v. 24. März 2019, Sylke Rohrlach (Photo)

 

Kraken Tierblick

 

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