heologieprofessor  In Innsbruck, wo ich im Jahr 1859 als blutjunger Student der Theologie obzuliegen hatte, galt als eine der gefeiertsten Autoritäten der dortigen Universität Professor Süpfli, Benedictiner-Pater, Haus-Prälat Pius IX.' und Ordinarius für Pastoral-Medizin. Seine Abhandlung »De conceptionis sexualis humanae causa, transcendentali«, sowie seine scharfsinnige Untersuchung »Ueber den sittlichen Boden bei den Fröschen« waren damals in Aller Händen. Und die wichtige Frage, die wohl alle Gemüther beschäftigte, über den Einfluß der Tod-Sünden auf die Blutmischung - da die ganze Lehre von der Erbsünde von ihr beeinflußt zu werden schien - ruhte sozusagen in Süpfli's Händen. Süpfli locutus est! hieß es damals; und die Sache war damit entschieden. - Oskar Panizza, Ein Kapitel aus der Pastoral-Medizin, in: O.P., Der Korsettenfritz. Erzählungen. München 1981 (zuerst 1890/93)
 
 

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