nder  Die Inder, die nach Osten zu wohnen, sind Nomaden und essen rohes Fleisch und heißen Padaier. Von denen wird folgender Brauch berichtet: Wird einer ihrer Leute krank, sei‘s Weib, sei‘s Mann, so töten ihn, ist es ein Mann, die Männer, die seine nächsten Freunde sind, und sagen dazu, ihn zehre die Krankheit ab und das Fleisch verderbe ihnen; der streitet‘s ab, er sei nicht krank, die aber lassen das nicht gelten, bringen ihn um und verzehren ihn. Wird aber ein Weib krank, machen es die Weiber, die ihr am nächsten stehen, ebenso, ganz wie die Männer. Und kommt nun wirklich einer hoch zu Jahren, schlachten sie ihn feierlich und verspeisen ihn. Doch bringen es nicht viele von ihnen soweit; denn schon vorher töten sie jeden, den Krankheit befällt.

Andre Inder haben eine andre Art, nämlich die: Sie töten nichts Lebendiges, sie säen nicht, haben nicht den Brauch, Häuser zu bauen, sondern sie nähren sich von Grünzeug, und bei ihnen gibt‘s etwas so groß wie Hirse, in Schoten, das wächst von selber aus dem Boden; das sammeln sie und kochen es und essen es mit den Schoten. Wer bei ihnen erkrankt, zieht sich zurück in die Einsamkeit und legt sich dort hin, und keiner kümmert sich um ihn, weder wenn er gestorben ist, noch wenn er krank ist.

Alle diese Inder, die ich nannte, begatten sich öffentlich wie das Vieh, und haben alle die gleiche Farbe, dieselbe wie die Aithiopen. Und ihr Same, den sie von sich geben bei den Weibern, ist nicht hell wie bei andern Menschen, sondern dunkel wie ihre Haut; solchen Samen haben auch die Aithiopen. - (hero)

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