fuhl   Ich wollte alles sehen, was es drunten gibt, und da mir schien, ich hätte mich lange aufgehalten, ging ich fort. Ich war nicht weit gekommen, da stieß ich auf einen Pfuhl, groß wie das Meer und sehr schmutzig, und der Lärm war so gewaltig, daß mir schwindelte. Ich fragte, was dies zu bedeuten habe, und sie sagten mir, daß dort die Weiber büßten, die auf der Welt Dueñas gewesen wären.

So erfuhr ich, daß die Dueñas dieser Welt in der Hölle Frösche sind, denn sie quaken unaufhörlich wie Frösche, ohne Sinn und Verstand; in Feuchtigkeit und Schlamm stecken sie und sind so recht Höllenfrösche, denn wie die Frösche sind auch die Dueñas weder Fleisch noch Fisch. Ich mußte laut lachen, als ich sie in dieses spreizbeinige Gezücht verwandelt sah, das nur von der Mitte abwärts genießbar ist, denn das Gesicht ist immer grämlich und verrunzelt. - Francisco de Quevedo, Die Träume. Die Fortuna mit Hirn oder die Stunde aller. Frankfurt am Main 1966 (zuerst 1627)

 

Tümpel

 

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