Wüstensöhne  Über Horden, die mit ihren Kamelen von versiegenden Brunnen zu versiegenden Brunnen sich schlugen, senkten sich fliegende Fremde, legten gefüllte Schläuche unter sie. Da kam Unruhe Ungeduld unter die Stämme von der Großen Syrte bis zum Tsadsee. Mehr und mehr von den Männern und den zierlichen Frauen blickten verlangend auf die weißen fliegenden Menschen, verschwanden mit ihnen. Die Alten saßen an ihren Lagerplätzen, in den Dattelpflanzungen, fühlten Grimm Haß Trauer Ohnmacht. Stämme im südlichen Tibestigebirge ließen ihre Pflanzungen im Stich, flohen in die Wüste bei der Annäherung der Weißen, zerrissen die Schläuche, die ihnen die fremden Zauberer zuwarfen, schlugen sich, vom Haß getragen, vorwärts. Das Abbröckeln unter der Verlockung der Europäer war nicht zu verhindern. Fessan, die Hammada von Murzug, das westliche Steinplateau der Wüste leerte sich von den dürren braunen Menschen, die sie gezeugt hatte. Sie schwammen durch die Luft, dienten den weißen Meistern, die Diener einer geheimnisvollen abenteuerlichen Weisheit, eines Zauherwesens waren, das sich in der kalten feuchten Region angesiedelt hatte. Die ernsten Wüstensöhne wurden in die warmen Küstenlandschaften des Mittelmeers, nach Sizilien, Unteritalien, dem Balkan, Spanien gewor­fen. Viele flohen nach Freiheit verlangend zurück, verkamen, unfähig die alten Sitten zu lieben, die neuen anzunehmen, von den einschmelzenden Resten ihrer Stamme geächtet.  - (gig)

Wüstensöhne (2)

- Annigoni (?)

Wüstensöhne (3)

"Was is der unterschid zwischen eim juden und eim araber?"

"Beide verkaufen die mutter, aber der araber lifert sie nich."  - Zé do Rock

 

Sohn Wüste

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