S chwuchtel, giftige  49. Ein Mann, der nur in den Arsch fickte, vergiftet alle seine Frauen; er hält nun bei der zweiundzwanzigsten, die er alle nur in den Arsch gefickt und von denen er keine entjungfert hat. 50. Ein Sodomiter, d. h. ein Arschficker, lädt Freunde zu einem Mahl und vergiftet jedesmal einige davon. 51, Ein Sodomiter tut, als ob er den Armen beistehen wollte, er gibt ihnen zu essen, aber die Speisen sind alle vergiftet 52. Ein Sodomiter hat ein Pulver, das, auf die Erde gestreut, diejenigen, die darauf treten, tot hinfallen läßt, und er benützt es sehr häufig. 53. Ein Sodomiter benützt ein anderes Pulver, das den Tod unter ungeheueren Qualen herbeiführt; diese dauern zwei Wochen und kein Arzt versteht etwas davon.
Seine größte Lust ist, seine Opfer zu besuchen, wenn sie sich in diesem Zustand befinden. 54. Ein anderer, der Männer und Weiber von hinten fickt, hat ein Pulver, dessen Genuß besinnungslos und scheintot macht; die davon genossen haben, werden als Tote begraben und erwachen im Sarge, um dann erst eines qualvollen Todes zu sterben. Er ist bemüht auf das Grab zu kommen, um womöglich Schreie aus diesem heraufdringen zu hören. Wenn ihm das gelingt, vergehen ihm vor Wollust die Sinne. Er hat in dieser Weise einige seiner Familienmitglieder umgebracht. [… ] 55. Ein Sodomiter besuchte häufig Freunde und Bekannte und ver­säumte nie, die seinem Gastfreund teuerste Person dabei zu vergiften. Er bediente sich eines Pulvers, das dem Opfer nach zwei Tagen unter schrecklichen Qualen den Tod gab. 56. Ein Mann, dessen Lust es war, einem Weib an der Brust Schmerzen zu machen, gehl dann weiter, indem er Kinder an der Brust der Amme vergiftet. 57. Er ließ sich Milchklystiere in den Mund spritzen und gab später Gifte ein, die unter schrecklichen Krämpfen in den Eingeweiden den Tod herbeiführten. 58. Ein Sodomiter hatte seine Lust daran, die Häuser armer Leute anzuzünden und zu trachten, daß möglichst viel Menschen und insbesondere Kinder dabei ver­brannten. 59. Ein anderer Sodomiter besuchte Frauen im Wochenbette und streute ein Pulver über sie, das sie in Krämpfe und Ohnmachten fallen ließ und schließlich den Tod herbeiführte.   -  Marquis de Sade, Die hundertzwanzig Tage von Sodom oder Die Schule der Ausschweifung. Dortmund 1990 (entst. ca. 1783/85)
 

Schwuchtel Gift

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