chwarzwild (Sus scrofa) Sauen ist der Sammelname, scherzhaft heißen sie auch Schwarzkittel. Die Jungen nennt man im ersten Jahr Frischlinge, im zweiten überlaufende Frischlinge oder Überläufer. Man unterscheidet Überläuferkeiler und Überläuferbache. Aus dem weiblichen Stück wird im 3. Lebensjahr eine zweijährige oder angehende Bache, aus dem männlichen im 3. Lebensjahr ein zweijähriger Keiler.

Mit 4 Jahren nennt man den Keiler angehendes Schwein, mit 5 bis 6 Jahren ein hauendes Schwein und vom 7. Jahr ab ein Haupt- oder grobes Schwein. Die Bache heißt im vierten Lebensjahre dreijährige Bache, danach alte oder grobe Bache.

Zum Rüssel sagt man Gebrech. Schwarzwild bricht den Boden auf, es steht im Gebräch. Es nimmt Fraß oder Gefräß auf, wenn es frißt. Die unteren Eckzähne heißen beim Keiler Hauer oder Gewehre, die Eckzähne im Oberkiefer nennt man Haderer, alle zusammen bezeichnet der Jäger als Gewaff. Die Eckzähne der Rache im Ober- und Unterkiefer heißen Haken. Wurf wird der Kopf genannt (Ober- und Unterwurt). Die Ohren nennt man Teller oder Gehöre. Das Haar bezeichnet man als Borsten, die langen Rückenhaare als Federn, die Decke als Schwarte. Den Schwanz nennt man Pürzel, auch Bürzel oder Leier. Die Dünnungen heißen Wammen. Die dicke Schwarte auf den Blättern wird Schild oder Panzer genannt. Das Fett des Schwarzwildes heißt Weiß. Die Begattungszeit ist die Rauschzeit, nach der Tragezeit frischt die Bache. Eine Gruppe von Sauen heißt Rotte. Man spricht von einer Rotte grober Sauen, wenn keine Frischlinge und Uberläufer dabei sind. Schwarzwild bricht sich einen Kessel und schiebt sich ein.

Die Sauen liegen oder stecken in einem Revier, einer Dickung. Von den Hatzhunden, den Saupackern, wird die Sau eingeholt und gestellt, auch festgemacht. Die Sau streitet mit den Hunden und schlägt sie ab. Die Sauen grunzen und kreischen, wenn sie im Gebräch stehen. Sind sie beunruhigt, so schnaufen oder blasen sie. Frischlinge und Überläufer klagen, wenn sie vom Hunde gepackt werden. Der angeschweißte Keiler wetzt im Zorn, wenn er das Gewaff aneinanderschlägt, und nimmt oft bei Gefahr den Jäger an. - (waid)

Sau
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