otteslästerer Der Chevalier von Roquelaure ist eine Art Tollkopf und zugleich der größte Gotteslästerer des Königreichs; es heißt, er habe sich ein wenig gebessert. In Malta wurde er in einen Brunnen geworfen, wo man ihn einige Zeit zur Strafe sitzenließ. Bei der Kriegsflotte war der Graf von Harcourt kurz davor, ihn mit einer Kanonenkugel am Fuß ins Meer werfen zu lassen. Das hat ihn nicht zur Vernunft gebracht, denn als er einige Jahre später in Toulouse Leute gefunden hatte, die ihm an Verrücktheit in nichts nachstanden, las er in einem Ballhaus die Messe und hielt Kommunion mit den Schamteilen einer Frau, taufte und traute Hunde und sagte und beging alle nur erdenklichen Gottlosigkeiten. Die Justiz wurde davon unterrichtet; man begab sich dorthin, aber sie leisteten Gegenwehr: schließlich wurde er dennoch ergriffen. Einige Tage später bestach er den Gefängniswärter mit sechshundert Pistolen: Der Wärter flüchtete mit ihm, was ihm schlecht bekam, weil der Chevalier ihm das Geld abnahm und ihn wie einen Spitzbuben zurückschickte.  - (tal)

Gotteslästerer (2)   Claudius Pulcher ließ bei Sizilien die Hühner, die bei den Auspizien kein Futter nehmen wollten, unter Verhöhnung der Religion ins Meer werfen, damit sie saufen möchten, wenn sie nicht fressen wollten, und begann so die Seeschlacht. Er wurde in ihr geschlagen.  - (sue)

Blasphemie Lästerung

 

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