lume TIGRIDIA PAVONIA P bu LESL O 40 VII greift um sich. Iridacee Mexikos. Die schlaffen etwas gekreppten Blattscheiden steigen in Menge aus dicken Knollennestern, zu dreien zusammengepackt, aus Scheiden Blütenstengel mit kurzlebigen dreipetaligen Riesenblumen, Mitte napfförmig eingetieft, mattgelb bis sattgelb mit vehementer Purpuräugung und Zeichnung, rote und weiße Nebenformen; unaufhörliche Weiterblüte bis zu Frösten.

Blume

Anita Albus

— In sr, geht rasch auf, entwickelt sich schnell, blüht zweijährig, trockene Knöllchen speichern, zweites Jahr in Massen an Ort und Stelle. Eines der am leichtesten aus Saat vermehrbaren Zwiebelgewächse von fast erschreckender Farb- und Formenwirkung. In rauhen Lagen Winter , Laubdecke oder Speicherung, treibt nicht vor Ende V aus.  - (garten)

Blume (2)  EINE ANSTÄNDIGE GESCHICHTE  Carmencita war sehr gelehrig. Die Unschuld Carmencitas war sprichwörtlich. Ihre Mutter wachte Tag und Nacht über sie und schützte mit der Mauer ihrer Wachsamkeit die Tochter gegen die Verlockungen der Welt. Als Carmencita zwölf Jahre alt wurde, zeigte sich die Mutter überaus besorgt. »Der Tag, an dem meine Tochter zum ersten Mal menstruiert«, so dachte sie bei sich, »dann Adieu, du goldene Unschuld.« Aber es gelang ihr, das Problem zu lösen. Als sie Carmencita zum ersten Mal blaß werden sah, eilte sie wie eine Irre auf die Straße und kam kurz darauf mit einem großen Strauß roter Blumen zurück. »Nimm, meine Tochter, nimm, von jetzt an wirst du eine Frau.« Und Carmencita, getäuscht und zufrieden mit den wunderschönen roten Blumen, vergaß zu menstruieren. Jeden Monat, zwölfmal im Jahr, wurde Carmencita viele Jahre lang so betrogen und vor der niederträchtigen Wahrheit bewahrt. Mit den Augenringen, die den 30. jeden Monats ankündigten, gab die Mutter ihr die roten Blumen in die Hand. Carmencita wurde vierzig Jahre alt. Ihre schon recht greise Mutter rief sie immer noch Carmencita, aber alle nannten sie Dona Carmela. In diesem Alter kam ein Monat, in dem Carmencita keine Augenringe hatte, und da schenkte ihr die Mutter ein Bukett weißer Blumen. »Nimm, meine Tochter, es ist der letzte Strauß, den ich dir schenke, denn du hast aufgehört, eine Frau zu sein.« Carmencita empörte sich. »Aber Mama, ich habe doch gar nicht gemerkt, daß ich eine gewesen bin.« Worauf die Mutter antwortete: »Um so schlimmer für dich, meine Tochter.« Das weiße Bukett übrigens, bereits verwelkt, entblättert, verstreut und trocken, war das, was man auf Carmencitas Sarg legte. - (bun)

Blume (3)

- Nikolaus Heidelbach, in: Der Rabe. Magazin für jede Art von Literatur. #500, Zürich 1987

Blume (4)  Der Junge ist krank. In seiner rechten Seite, in der Hüftengegend hat sich eine handtellergroße Wunde aufgetan. Rosa, in vielen Schattierungen, dunkel in der Tiefe, hellwerdend zu den Rändern, zartkörnig, mit ungleichmäßig sich aufsammelndem Blut, offen wie ein Bergwerk obertags. So aus der Entfernung. In der Nähe zeigt sich noch eine Erschwerung. Wer kann das ansehen ohne leise zu pfeifen? Würmer, an Stärke und Länge meinem kleinen Finger gleich, rosig aus eigenem und außerdem blutbespritzt, winden sich, im Innern der Wunde festgehalten, mit weißen Köpfchen, mit vielen Beinchen ans Licht. Armer Junge, dir ist nicht zu helfen. Ich habe deine große Wunde aufgefunden; an dieser Blume in deiner Seite gehst du zugrunde. - (kaf)
 
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