Teestunde  Am allerliebsten hat Olympio, der Orang-Utan, die Teestunde, den Five o'clock. Wenn die Glocke ertönt, kann ihn nichts mehr halten. Er springt auf und stürmt in die Nursery. Er thront mitten unter den Kindern an der Tafel. Das ist seine Stunde, die Stunde, in der er juxt und schnabuliert. Er ißt, er trinkt, er schlägt sich den Bauch voll, er lacht, schneidet Grimassen, treibt Schabernack, wird zornig, packt den Steward bei den Haaren, will alle Kuchen aufessen, alle Leckereien verputzen, von allen Tellern naschen. Er hat die Pfoten voll Zucker, stößt die Marmeladentöpfe um, kippt sich den Honig in die Tasche. Die Kinder schreien vor Lachen, klatschen in die Hände, und Olympio wird immer ausgelassener. Er springt auf den Tisch, auf seine Stuhllehne. Er kratzt sich, furzt, rülpst, laust sich, und schließlich hängt er sich mit dem Kopf nach unten an die Lampe und fängt an, sich auszuziehen. Wenn unvermutet sein Herr auftaucht, flüchtet er durch ein Bullauge, feixend, mit aufgeknöpfter, heruntergerutschter Hose.  - (mora)

Teestunde (2)

  

- Alphonse Faure

 

Stunde Tee

 

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