Frau im Bett

 Bildnis einer Frau im Bett

Da sind meine Sachen
in der Ecke zum Trocknen:
der blaue Rock dort
und die graue Bluse dazu —

Ich habe den Kram satt!
Ziehn Sie die Decke weg
wenn Sie was von mir wollen
und sehn sich den Rest an
von meiner Garderobe —
daß ich mich nur nicht erkälte
mit nichts an!

Ich rühre keinen Finger
und Geld hab ich nicht.
Nichts zu machen, oder?
Was meinen Sie? -
und auch keinen Schmuck
(die verrückten Trottel)

Aber zwei Augen im Kopf
und ein glattes Gesicht
und hier! Sehn Sie mal!
Allerhand dran!

Blut und Köpfchen,
bitte sehr -
ich heiße Robitza!
Ich pfeif
auf Korsetts
und auf Schlüpfer -
Hab ich nicht nötig!

Meine zwei Buben? -
die sind scharf!
Was zum Bemuttern
für reiche Damen -
Schule schwänzen sie
na
die landen im Dreck -
meinetwegen!

War schließlich unbewohnt
die Bude!
Ich brauch ein Dach,
also gehört sie mir.
Ich verhungre schon nicht
denn in der Bibel steht
sie müssen mich füttern.

Helfen Sie mir meinetwegen,
wenn Sie Ärger wollen
oder lassen Sie michi in Ruh,
dann hat der Ärger ein Ende.

Der Landarzt
ist ein verdammter Trottel
und Sie -
schern Sie sich zum Teufel!

Die Tür steht offen
seit Sie hier sind;
machen Sie sie von außen zu!
Ich bin müde.

- (wort)

Frau, liegende Bett

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