Abgefüllt werden  Der Priester ließ sich das berauschende Pfefferwasser tapfer schmecken. Es ward ihm in kleinen viereckigten Bechern von künstlich gefalteten und geflochtnen Bananas-Blättern gereicht, und er verlangte, daß man auch uns von diesem köstlichen Getränk mittheilen sollte. Man bot uns also mit vieler Höflichkeit etwas davon an, und aus bloßer Höflichkeit kosteten wir es auch. Es war von Milch-weißer Farbe, hatte aber einen eckelhaften, faden Geschmack und ließ eine unangenehme brennende Empfindung auf der Zunge zurück. Von diesem eckelhaften Zeuge, nahm der heilige Mann alle Abend so reichliche Portionen zu sich, daß er immer ganz berauscht ward. Kein Wunder also, daß ihm das Gedächtniß beym Gebeth versagte, daß sein ganzer Cörper mager, die Haut schäbicht, das Gesicht runzlicht und die Augen roth und triefend waren. Er stand bey dem Volke in großem Ansehen, und eine Menge Bedienten waren geschäftig, ihn mit vollen Bechern zur Hand zu gehn.   - (for)

Abgefüllt werden (2)

 - Georges Pichard

 

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