okalise  Die »Vokalisen«  greifen unbedenklich läppisch und ernsthaft voll ins Vokalmuster »aus aller Welt«. Ihre Machart ist denkbar einfach: immer von neuem an der Vokalschnur (der Ausgangszeile) entlang - nur die Selbstlaute (in der Reihenfolge ihrer Abwicklung) zählen. Die Mitlaute sind unerheblich. Das kann nicht gut gehn, das geht nicht gut. Erheblich wird ja gleich genau das Unerhebliche: Konsonanten übernehmen die Sinnkonstitution — bis zur Unerheblichkeit, wenn wieder die Vokale sinnstiftend erscheinen; undsoweiter. Ein verfahrenes Verfahren. Was abschnurrt, wird geschnürt: dem Text der Ranzen, dem Sprechen die Kehle, dem Exorzismus der Exorzismus. Wenn solche Vokalisen trotzdem »funktionieren«, so liegt es an der Trägheit. Wahrscheinlich sind syntaktische Figuren zählebiger als die Wörter. Oder »alberner«, weil sie sich krampfhaft an ihr umfassendes »Verhältniswort« erinnern wollen, das es nicht gibt, weil sie es zum Teil selber sind.  - (vok)
 
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