Versteifung  Manche Berührungen machten mir noch mehr Lust als das Vögeln selbst, vor allem die Schwänze, die über mein Gesicht streiften oder die Eichel an meinen Brüsten rieben. Gerne schnappte ich einen im Vorübergehen mit dem Mund, ließ meine Lippen auf und ab gleiten, während schon ein anderer von der Seite kam, an meinem gestreckten Hals seine Ansprüche anmeldete und ich dann den Kopf drehte und den Neuankömmling aufnahm. Oder ich hatte einen im Mund und einen in der Hand. Unter diesen verhältnismäßig kurzen und immer wechselnden Berührungen öffnete sich mein Körper mehr, als wenn ich die harten Ständer in mir spürte. Diesbezüglich erinnere ich mich an eine Steifheit, die meine Schenkel befiel, nachdem man mich etwa vier Stunden genagelt hatte - umso mehr als viele Männer die Schenkel der Frau gerne weit spreizen, um besser sehen und tiefer stoßen zu können. Als man mich dann ausruhen ließ, merkte ich, dass meine Scheide steif war. Es war eine Wollust, die harte Scheidenwand zu spüren, sie fühlte sich schwer an und schmerzte ein wenig und auf irgendeine Art bewahrte sie die Abdrücke all der Schwänze, die sich hineingeschoben hatten.   - Catherine Millet, Das sexuelle Leben der Catherine M. München 2001
 
 

Steifheit

 

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