Todesstrafe  Im Winter 1796/97 kannte das britische Strafgesetz für knapp zweihundert Verbrechen die Todesstrafe, darunter für so schändliche Untaten wie Diebstahl von Wäsche aus einem Bleichboden; Schußwaffengebrauch gegen Finanzbeamte; Einreißen von Häusern, Kirchen usw.; Abschneiden von aufgebundenen Hopfenranken; Feuerlegen in Kornsilos oder Kohlebergwerken; Verletzung einer unbewaffneten Person durch Stiche, sofern diese innerhalb von sechs Monaten verstirbt; Versenden von Drohbriefen; Zusammenrottungen von zwölf oder mehr Personen, die sich nicht spätestens eine Stunde nach entsprechendem Verbot auflösen; Zerstörung von Fischteichen, falls dabei Fische entweichen können; Diebstahl von Kleidungsstücken aus den Spannrahmen einer Weberei; Diebstahl aus Schiffen in Seenot; versuchter Mord an Geheimräten usw.; Kirchenschändung; Zerstörung von Schlagbäumen oder Brücken. Da gab es nun so viele Kapitalverbrechen zum Aussuchen, und dieser arme Idiot mußte losgehen und einen Adligen ermorden.   - T. Coraghessan Boyle, Wassermusik. Reinbek bei Hamburg 1990
 
 

Todesart Strafe

 

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Todesurteil
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