abak  Der Tabak ist das wichtigste und verbreitetste der narkotischen Genußmittel und von ganz hervorragender volkswirtschaftlicher Bedeutung. Schon aus diesem Grunde ist der Rückgang des Konsums  eines so wichtigen Handelsartikels, dessen Anbau, Verarbeitung und Vertrieb viele Tausende ernährt, nicht zu wünschen, und in der That ist in den letzten Jahrzehneten gerade das Gegentheil eingetreten, denn der Konsum des Tabaks hat sich in den letzten 25 Jahren fast verdoppelt. - (samt)

Tabak  (2)  Wenn irgendwo durch Feuer Rauch entsteht, flieht alles Lebendige. Sogar die Pflanze, die nicht fliehen kann, die Blume, leidet und kümmert. Jeder Rauch tötet Lebendiges. Daher auch die desinfizierende Wirkung des „Räucherns". Die Entdeckung Amerikas brachte Gutes und Böses, brachte damals Gold, Kartoffeln, Syphilis und Tabak. Welke Blätter der amerikanischen Pflanze herba nikotiana werden gestopft, gewickelt, gerollt, dann an einem Ende angezündet. Der Rauch aber kommt in Mund, Kehle und Lunge. Ich wiederhole: Jeder Rauch ist giftig. Der einer giftigen Pflanze natürlich noch giftiger. Ein Mund voll Tabakrauch enthält Nikotin, Blausäure, Pyridin, Methylalkohol, Karbolsäure, Kohlenoxyd, Azetylen, Kreosot, Arsen, Ammoniak und Tabakteer. Und im Tabakteer finden sich dazu noch die krebsbildenden Stoffe Benzpyren, Anthrazen und Phenanthren. Die Tabaktoxikologie aber belehrt uns, daß sich folgende Krankheiten daraus entwickeln können: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Arterienverkalkung, Schlaganfall, Krebs der ganzen „Rauchstraße" (Lippe, Zunge, Kehle, Lunge), Fehlgeburt, Angina pectoris, Nervosität, Schlafstörung, Kreislaufstörung, Gangrän (Brand).   - Otto Buchinger: Vom Marinearzt zum Fastenarzt. Metamorphosen eines Wandernden.  Freiburg i. Br. 1955

Nahrungsmittel
Oberbegriffe
zurück 

.. im Thesaurus ...

weiter im Text 
Unterbegriffe
Verwandte Begriffe
Synonyme