trauß    In einen gesottnen Straußen: Pfeffer / Minze / gebratnen Kümmel / Eppichsamen / Dattelkernen / Honig / gesottnen Wein / Schmaltz / und ein wenig Oel / erwell den in einem Hafen / bestreich ihn mit Mehl  / zerleg also die Teil vom Straußen in einer Platten / und spreng Pfeffer darauf / als Apicius lehrt. Oder tu Pfeffer / Liebstöckl / Thymian und Satureien / Honig / Senf / Essig / Schmaltz un Oel dazu.

Des Straußen Fleisch ist das gröbest unter allen andern Vogelen / derhalben schwerer und böser Verdauuwng: wiewohl etliche Ärzte ihr Fleisch hochlich gepriesen habend / daß es nämlich hitzig und feist seie / Lust zu essen bringe / den Leib stärke und gute Nahrung gebe wenn es verdawet werden.

 Kaiser Heliogabal schwärmte auch vom delikaten Straußenhirn. 600 Vogelköpfe wurden abgeschnitten, um den kaiserlichen Appetit zufriedenzustellen.

Die obgenannten Stein / so man in den Straußen Magen findt / sollend die Verdauwung förderen / als Elianus schreibt. Galenus sagt / daß man des Straußen Magen vergebens zumesse / daß er die Verdauwung fördere. Man legt ihre Häut mitsamt dem linden Flaum wohl zubereit / auf den Magen / die Verdauwung damit zu förderen / dieweil auch er alle Ding verdauwen mag.  - (buch)

 

Vögel Tiere, eßbare

 

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