Spiegelei  Die freischwebenden Spiegeleier, die ich vor meiner Geburt sah, waren großartig, phosphoreszierend und sehr ausgeprägt in all den Windungen ihrer blaß-bläulichen Weißtöne. Diese beiden Eier pflegten sich mir zu nähern, zurückzuweichen, sich nach links, nach rechts, nach oben, nach unten zu bewegen; sie nahmen die schillernde Leuchtkraft von Perlmuttglanz an, um schließlich kleiner zu werden und zu verschwinden. Die Tatsache, daß ich heute immer noch imstande bin, ein ähnliches, wenn auch viel schwächeres und all der damaligen Pracht und Magie beraubtes Bild nach Belieben wiederzuerzeugen, indem ich meine Pupillen einem starken Druck der Finger aussetze, läßt mich das blitzende Bild der Eier als Phosphen interpretieren, das aus ähnlichem Druck resultiert: dem meiner in der charakteristischen fetalen Haltung vor den Augenhöhlen geschlossenen Fäuste.   - (dali)
 

Gericht Ei

 

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