ieb    Ein einfaches Beispiel für die Verwendung eines Feldes wird durch das folgende Programm gegeben, welches alle Primzahlen ausgibt, die kleiner als 1000 sind. Das zur Anwendung kommende Verfahren, das aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. datiert, wird »Sieb des Eratosthenes« genannt:

 

const int N = 1000;
main ()
{
int i, j, a[N+l];
    for (a[l] = 0, i = 2; i <= N; i++) a[i] = l;
    for (i = 2; i <= N/2; i++)
    for (j = 2; j <= N/i; j++) a[i*j] = 0;
    for (i =1; i <= N; i++)
    if (a [i]) cout << i <<  '  ' ;
cout << '\n';

}

Dieses Programm verwendet ein Feld, das aus dem einfachsten Typ von Elementen besteht, sogenannten logischen bzw. booleschen (0-1) Werten. Das Ziel des Programmes besteht darin, dem Element a [ i ] den Wert l zuzuweisen, falls i eine Primzahl ist, und andernfalls den Wert 0. Dies wird erreicht, indem für jedes i alle Elemente des Felds, die einem beliebigen Vielfachen von i entsprechen, auf 0 gesetzt werden, da eine Zahl, die ein Vielfaches einer anderen Zahl ist, keine Primzahl sein kann. Danach wird das Feld nochmals durchgegangen, wobei die Primzahlen ausgegeben werden. Das Feld wird zuerst »initialisiert«, wodurch angegeben wird, daß es keine Zahlen gibt, von denen bekannt ist, daß sie keine Primzahlen sind. Der Algorithmus setzt dann diejenigen Feldelemente auf 0, die Indizes entsprechen, die als Nicht-Primzahlen bekannt sind. Das Programm kann etwas effizienter gestaltet werden, indem vor der for-Schleife, die die j Werte durchläuft, der Test if (a [ i ]) eingefügt wird. Falls i nämlich keine Primzahl ist, müssen die Elemente des Feldes, die seinen sämtlichen Vielfachen entsprechen, bereits markiert worden sein. Würde man statt ganzer Zahlen explizit ein Bit-Array verwenden, könnte das Programm noch platzeffizienter gestaltet werden. -  Robert Sedgwick, Algorithmen in C++. Bonn u.a 1999, zuerst 1992

Sieb (2) Wenn es mehr Menschen als Arbeit gibt, muß es dazu kommen, daß ausgesiebt wird. In jedem Zweig der Industrie werden die weniger Leistungsfähigen hinausgedrängt. Wegen mangelnder Leistungsfähigkeit hinausgedrängt, können sie nicht aufsteigen, sondern müssen absteigen und immer weiter absteigen, bis sie ihr angemessenes Niveau erreichen, einen Platz in dem industriellen Gefüge, auf dem sie leistungsfähig sind. Daraus folgt, und zwar unerbittlich, daß die am wenigsten Leistungsfähigen bis zum Grund absteigen müssen, der das Schlachthaus ist, in dem sie jämmerlich umkommen.

Ein Blick auf die bestätigt Leistungsunfähigen am Grunde zeigt, daß sie in der Regel geistige, körperliche und moralische Wracks sind. Die Ausnahme von der Regel sind die jüngst Angekommenen, die nur sehr untüchtig sind und auf die der Verfallsprozeß eben erst einzuwirken beginnt. Alle Kräfte hier, daran muß man sich erinnern, sind destruktiv. Der gesunde Körper (der hier ist, weil sein Verstand nicht flink und fähig ist) wird rasch verzehrt und entstellt, der scharfe Verstand (der wegen seines schwachen Körpers hier ist) wird rasch getrübt und besudelt. Die Sterblichkeit ist ungewöhnlich hoch, doch selbst dann noch sterben sie eines viel zu langsamen Todes.

Hier haben wir nun die Entstehung des Abgrunds und des Schlachthauses. Überall im gesamten Industriellen Gefüge findet eine ständige Ausscheidung statt. Die Untüchtigen werden ausgejätet und hinabgeworfen. Verschiedene Dinge ergeben die Untüchtigkeit. Der Techniker, der seiner Arbeit unregelmäßig nachgeht und unverantwortlich handelt, wird absinken, bis er seinen Platz zum Beispiel als Gelegenheitsarbeiter findet, bei einer ihrem Wesen nach unregelmäßigen Beschäftigung, die wenig oder gar keine Verantwortung enthält. Solche, die langsam und schwerfällig sind, die unter Körper- und Geistesschwäche leiden oder denen es an Nervenstärke, geistiger und physischer Ausdauer mangelt, müssen hinabsinken zum Grund, manchmal rasch, manchmal Schritt für Schritt. Ein Unfall, der einen tüchtigen Arbeiter beschädigt, macht ihn leistungsunfähig, und hinab muß er. Und der Arbeiter, der alt wird, mit versagender Tatkraft und abstumpfendem Gehirn, muß den fürchterlichen Abstieg beginnen, der vor dem Grund und dem Tod keine Haltestelle kennt. - Jack London, Die Menschen des Abgrunds. Dortmund 1974 (zuerst 1903)

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