eebad   Ein Dichter, der das Bad aufsuchte, hielt den durchdringenden Fischgeruch, der den Inselbewohnerinnen anhaftete, allein schon für genug, um ihre Tugend zu schützen. Doch gab es auch andere Nasen und andere Herzen, für die der herbe, salzige Geruch berauschend war, wie Geruch vom Pulverdampf eines Schlachtfelds. Sogar ein kleines Kasino war am Platz, da konnte man, wieder in anderer Weise, das Spiel mit gefährlichen Mächten fortsetzen. Zeitweise gab es große Bälle, und an schönen Sommerabenden spielte das Orchester auf der Terrasse. »Sie glauben gar nicht«, sagte die Prinzessin von Augustenburg zu Herrn Gottingen, »wie es einen hier ausputzt. Ich bin ganz durchgeblasen vom Seewind, Haube, Kleider, einfach alles, er geht einem durch Mark und Bein, bis Herz und Geist reingescheuert, gesonnt und gesalzen sind.«

»Wohlbemerkt, mit attischem Salz«, sagte Herr Gottingen, und sie anschauend setzte er bei sich hinzu: ›Weiß Gott, wie ein eingepökelter Dorsch.‹   - (blix)

Seebad (2)
 

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