Schoßtier

 Schoßtier (2)  Das Verhältnis des Mannes zum Tier ist unmoralisch, strafwürdig, und zeugt von niederer Gesinnung. Die Liebe zum Schoßtier spricht für Abartigkeit der Neigung. Der Umgang einer Frau mit einem großen Tier hingegen ist eine große mythische Geste. Es ist der erste Schritt zur Liebe zur Natur, die der erste Schritt ist zur Liebe zu allem Belebten und Unbelebten in der Natur, die der erste Schritt ist zur Liebe zur Liebe.

Die Geschlechter suchen einander auf. Ohne etwas lernen zu müssen, kann jedes alle notwendigen Verhaltensweisen ausführen und versteht, was die Handlungen seines Partners bedeuten. Im Wechselspiel dieses Tuns und Antwortens steigt die Erregung des Partners. In der Paarung ist sie auf Sekundenbruchteile synchronisiert. Artfremde verstehen einander nicht. Frau Hübschers neuer Hund, den sie bei sich führte, als ich sie nach einigen Wochen, in denen sie ohne Hund zu sehen gewesen war, weil ihr Tier in einem Hospital lag, wieder in Begleitung eines großen starken doggenähnlichen Hundes sah, war ein schöner, großer, starker, gesunder Hund mit einem hellen, glatten Fell unter dem man die Bewegung, die Anspannung und die Lockerung aller seiner Muskeln sehen konnte, wie unter einer prall sitzenden Hose.

Zunächst schien Frau Hübscher den neuen, gesunden Hund weniger zu lieben, als den alten kranken Hund, doch schien ihre Liebe später in dem Maße zu wachsen, wie der Konflikt mit ihrem halbwüchsigen Sohn, der ihr die enge Beziehung zu dem Tier verübelte, wuchs. Oft hörte man ihn rufen, er wünsche sich keinen Hund zum Bruder.  - (baer)

Schoßtier (3)

- N. N.

Schoßtier (4)

- Palumba (Drucker)

 

Tierliebe

 

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