chneuzen Wer einen schwachen und kalten Magen und schwache Eingeweide hat, entsendet von dieser Schwäche einen kalten und feuchten Rauch zu seinem Gehirne.
Dieser Rauch wird wie gekochtes Gift und wird also von der Nase und dem Munde ausgestoßen, wie auch die Sterne in der Luft gereinigt werden, und wie auch die Erde mancherlei Schmutziges und Übelriechendes ausstößt. - (bin)

Schneuzen (2) Aetius, Haupt der Arianer, erklärte die Hurerei und andere ähnliche Dinge für keine Sünde, es wäre so, wie wenn man die Nase reinigte oder etwas von sich wegschafft, was die Natur nicht behalten will. - (erot)

Schneuzen (3)  Er schnaufte heftig, vergrub dann seine Nase in meinen Hosenbeinen, die über seinem Kopf baumelten, und schneuzte sich in aller Ruhe und Ausführlichkeit, aber ich tat, als hätte ich es nicht bemerkt. Meine Uhr war bei Punkt viertel nach sieben Uhr nachmittags stehengeblieben, aber ich hütete mich, ihn zu fragen, wie spät es sei, denn er hätte es als Beweis auffassen können, daß ich mich unwohl fühlte und den Augenblick herbeisehnte, wenn ich ihn endlich los wäre.  - Javier Tomeo, Unterhaltung in D-Dur. Berlin 1995

Nase Putzen Nasenblasen
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