achsucht    Die, welche hartnäckig auf Rache sinnen und sich für größer als alle anderen halten, indem sie diese für nichts im Vergleich mit sich ansehen, haben die Strafe der Zerfleischung, die so beschaffen ist: sie werden am Leib und im Gesicht verunstaltet, so daß kaum noch ein menschlicher Überrest erscheint. Das Gesicht wird wie ein runder breiter Kuchen, die Arme erscheinen wie Lappen, nach deren Ausbreitung ein solcher in der Höhe wie ein Rad herumgetrieben wird, immer dem Himmel zu, und es wird vor allen ausgerufen, daß er so beschaffen sei, bis daß Scham das Innerste durchdringt. So flehend, wird er zur Abbitte gezwungen und ihm scharf geboten. Hernach wird er in einen kotigen Pfuhl versetzt, der in der Nähe des schmutzigen Jerusalems ist, und hier wird er gewälzt und untergetaucht, daß er wie Kot wird. Und das geschieht einige Male, bis ihm solche Begierde benommen ist. In diesem kotigen Pfuhl sind bösartige Frauen aus der Gegend der Harnblase.- Emanuel Swedenborg, Die himmlischen Geheimnisse

Rachsucht (2)  Es ist gar nicht so einfach, dachte sie, sich zu erwürgen — sich ganz allein zu erwürgen . . . Seit einer geschlagenen Stunde grübelte sie nun schon über dieses Problem nach. Sie kauerte in dem großen dunkelbraunen Sessel in der dunkelsten Ecke des Zimmers und dachte, sich aufhängen — ja, natürlich; aber das ist ja ganz was anderes. Wenn eine Frau sich aufhängt und dann an einem Seil baumelnd aufgefunden wird, dann heißt es, die hat sich umgebracht  — also, mit anderen Worten, sie hat Hand an sich selbst gelegt. Kein Mensch kommt dann auf die Idee, daß ein anderer sie umgebracht hat. Sie wollte aber erreichen, daß die Leute sagten: ,Sie ist umgebracht worden, das arme Ding . ..' - Giorgio Scerbanenco, Der Luisa-Knoten. In: G.S., Stirb bei den tiefgekühlten Fischen. Reinbek bei Hamburg 1977 

Rachsucht (3)  

 

Rache Dummheit Sucht

 

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