fosten   Ich warf mich auf mein Bett. Das Eindringen jenes roten Gliedes in Mademoiselle Eradicens Schamteile ging mir nicht aus dem Sinn, ohne daß ich eine bestimmte Vorstellung von Lust oder gar Verbrechen damit verband. Endlich versank ich in eine tiefe Träumerei, und mir schien, als dränge eben jenes Glied, von jedem anderen Gegenstand losgelöst, auf die gleiche Weise in mich ein. Unwillkürlich nahm ich dieselbe Stellung ein, in der ich Eradice gesehen hatte, und ebenso unwillkürlich glitt ich in meiner Erregung auf dem Bauch nach unten, bis der Bettpfosten, der sich zwischen meinen Schenkeln befand, mich aufhielt und jenen Teil berührte, wo ich ein unerklärliches Jucken verspürte.  Ohne meine Stellung zu verändern und ohne an etwas zu denken, bewegte ich meinen Hintern mit unerhörter Behendigkeit an dem wohltätigen Pfosten. Bald entrückte mich ein Übermaß an Lust, ich verlor die Besinnung und sank in tiefen Schlaf.   - Marquis d'Argens, Thérèse Philosophe. Nach: Carolin Fischer, Gärten der Lust. Eine Geschichte erregender Lektüren. München 2000 (dtv 30768, zuerst 1997)
 
 

Holz

 

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