Pfarrerssohn    Sein Sohn kam herein mit dem Hasen in den Armen. Der magere Junge im roten Mantel war ein Fleisch aus der Vergangenheit. Die Haut der unbeerdigten Toten war an seine Knochen geflickt, das Lächeln des Wechselbalgs lag auf seinen Lippen, und das Meereswasser stieg ihm aus den Haaren: so stand er vor Rhys Rhys, ein Geist seiner Mutter. Er hielt den Hasen sanft an seine Brust und schaukelte ihn hin und her. Listig sah er durch halbgeschlossene Augenlider seinen Vater vor der Vision des Todes zurückweichen. Mach daß du fortkommst, sagte Rhys Rhys. Wer war dieser grüne Fremdling, daß er den Tod hereintragen und ihn wie einen Säugling in einer warmen Felldecke vor seinen Augen wiegen durfte? Eine Minute lang lag das Fletsch der Welt reglos; das alte Grauen überfiel ihn; die Wasser seiner Brust trockneten aus; die Brustwarzen wuchsen durch den Sand. Dann fuhr er mit der Hand über die Augen, und es blieb nur der Hase, ein kleiner, halb leerer Sack Fleisch, der in den Armen seines Sohnes schaukelte. Mach dich fort, sagte er. Der Junge drückte den Hasen an sich und wiegte ihn und kitzelte ihn wieder.

Wechselbalg, sagte Rhys Rhys. Er gehört mir, sagte der Junge, ich werd ihn häuten und den Schädel behalten. Sein Zimmer unter dem Dach war vollgestopft mit Schädeln und getrockneten Häuten und kleinen Knochen in Flaschen.  - (echo)

Sohn Pfarrer

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Pastorensohn