Panssohn  Antik Anmutiger Sohn des Pan! Um deine Stirn, bekränzt mit Blümchen und Beeren, gehen deine Augen, kostbare Kugeln, hin und her. Bespritzt von braunen Weintropfen, höhlen sich deine Wangen, Deine Eckzähne leuchten. Deine Brust gleicht einer Zither, leise Glockentöne kreisen in deinen blonden Armen. Dein Herz schlägt in diesem Leib, in dem das zwiefache Geschlecht im Schlaf liegt, Wandle einher in der Nacht, leise deinen Schenkel bewegend, den anderen Schenkel und dieses Bein zur Linken.

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Vor einem Schneefeld, ein Wesen vollkommener Schönheit, von hohem Wuchs. Todesgezisch und das Kreisen dumpfer Musik machen, daß wie ein Gespenst dieser anbetungswürdige Leib sich erhebt, sich dehnt und erzittert; purpurrote und schwarze Wunden brechen auf in dem herrlichen Fleisch. — Die blühenden Farben des Lebens werden dunkel, tanzen und zerfließen rings um die Erscheinung, auf dem Platz. — Und die Schauer steigen auf und grollen, und wie die wütende Gärung dieses Geschehens sich beladet mit dem tödlichen Gezisch und den rauhen Klängen, welche die Welt, weit hinter uns, auf unsere Mutter der Schönheit wirft, — da weicht sie zurück, bäumt sich auf. Oh! unser Gebein bekleidet sich mit einem neuen Leib der Liebe.

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O das aschenfarbene Antlitz, der Schild aus Haargesträhn, die kristallenen Arme! Das Ideal, auf das ich mich niederwerfen muß durch das Gewirr der Bäume und der leichten Luft!  - Arthur Rimbaud, Farbstiche (Illuminations). Nach: (rim)

Pan Sohn

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