elmaul  »Bitte, bitte, Fu-jen, edle Gattin, hört auf zu weinen«, versuchte er sie zu beruhigen. »Von heute an - ich verspreche es Euch - werde ich nicht mehr hingehen.«

»Und das soll ich dir glauben, du Ölmaul? Schwör's mir beim Himmel, damit ich sehe, daß du es aufrichtig meinst«, forderte sie.

Da hob er seine Schwurhand empor und leistete ihr mit den folgenden Worten einen feierlichen Eid:

»Sollte ich, I Hang-fu, jemals wieder nach Dschu-lin gehen, um mit der Dame Djia zu schlafen, dann mag mich auf der Stelle ein riesiger Teufel in die Hölle schleppen, und ich will während zehntausend Menschenaltern in tierischer Gestalt wiedergeboren werden. Derweilen dürfte dann meine Frau, die geborene Wu, wen immer sie will heiraten.«

»Jetzt sehe ich, daß du es ehrlich meinst«, sagte die geborene Wu. »Deshalb seien dir auch die Prügel erspart.« Und sie legte den Knüppel, den sie die ganze Zeit über drohend in der Hand gehalten hatte, wiede auf den Tisch.  - Dschu-Lin Yä-schi. Ein historisch-erotischer Roman aus der Ming-Zeit, mit erstaunlichen taoistischen Liebespraktiken. Hg. und Übs. F.K. Engler. Zürich 1971

 

Maul

 

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