Nachtmahr  Unter den Gedichten, die sie vortrug, war eines mit dem Titel »Die Nachtmahre«, und dieses ist das einzige, an das ich mich ein wenig erinnern kann:

... Nachts, wenn alles allmählich im Schlaf versinkt
Da steigen die Nachtmahre auf!

Es folgte eine Beschreibung dieser schrecklichen Wesen, dieser Geschöpfe, die wie gräßliche Krüppel in den Winkeln kauern.

Wie sie solche entsetzlichen Sachen mit einer Grabesstimme, die nicht hohler und dumpfer sein konnte, deklamierte, war diese durch ihre Statur ebenso wie durch die strengen Falten ihres Kleides imponierende Frau für mich die lebendige Personifikation des Nachtmahrs, vor dem ich mich so sehr fürchtete und den ich mehr oder weniger mit dem Schnarchen meines Vaters identifizierte, diesem rauhen Atem, den ich nachts manchmal hörte, ein schauerliches Geräusch, das mir unmittelbar von jenseits der Gruft zu kommen schien und das ich heute mit dem Röcheln seiner Agonie verwechsle.   - (leiris3)

 

Alptraum Gespenst

 

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