Nabelschnurnerv    Er gab seinen Gefühlen dem Leben gegenüber keinen Ausdruck. Er war kein Philosoph. Aber gerade da überkam ihn wie bei einem köstlichen Kopfsprung in eiskaltes Wasser die Empfindung seiner vollkommenen Einsamkeit in der Welt.

Als er um jene belaubten Ecken bog und das tiefhängende Blattwerk an seinen Wagen streichen ließ, verspürte er einen jubelnden Stolz darüber, so allein zu sein und auf eigene Faust gegen die ganze Ordnung der Dinge zu kämpfen! Wie viele andere fähige Staatsmänner sowohl vor wie nach Signor Machiavclli verwarf die beschränkte Enge von Philips Atheismus, dogmatisch eher aus Dogmatismus des Instinkts als des Verstands, jede Möglichkeit eines übernatürlichen Beistands an diesem Wendepunkt seiner Verhältnisse. Dennoch spürte er ein gewisses nach außen drängendens Verlangen, das aus der Tiefe in ihm hochquoll ; doch wie sollte er - bei seiner angeborenen Ungläubigkeit -wissen, daß dies der Nabelschnurncrv in ihm war, der in Erwiderung auf die Nerven der Großen Mutter erbebte?

Draußen in der dichten, klammen herbstlichen Dunkelheit, die ihn umfloß, spürte er doch eine schwache, seltsame und entfernte Ahnung irgendeines Kraftquells, der seiner Energie verwandt war.   - (cowp)

Nabelschnur Nerven

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