Motivlosigkeit  «Wie kann ein anscheinend so normaler Mensch eine so irrsinnige Tat vollbringen wie die, für die er verurteilt wurde?» Nach der Beschreibung der vier Täter und ihrer Verbrechen (ein farbiger Soldat, der eine Prostituierte verstümmelte und zerstückelte, ein Arbeiter, der einen vierzehnjährigen Jungen erwürgte, als der sich von ihm geschlechtlich nicht mißbrauchen lassen wollte, ein Corporal der Army, der einen Jungen mit einem Knüppel totschlug, weil er meinte, der Junge hätte sich über ihn lustig gemacht, und ein Krankenhausangestellter, der ein neunjähriges Mädchen ertränkte, indem er ihren Kopf unter Wasser hielt), untersuchten die Verfasser Ähnlichkeiten und Entsprechungen der Handlungsweisen. Den Männern, schrieben sie, war es selbst ein Rätsel, warum sie ihre Opfer töteten, die ihnen so gut wie unbekannt waren, und in allen Fällen schien der Mörder in einen traumähnlichen Trancezustand verfallen zu sein, aus dem er erwachte, um plötzlich zu entdecken, daß er sein Opfer anfiel. «Das übereinstimmendste und vielleicht wichtigste Ergebnis war die Tatsache, daß sie lange Jahre ihres Lebens, teilweise sogar ihr ganzes Leben lang, mit einem plötzlichen Aussetzen ihrer Kontrollfähigkeit über gewisse zwanghafte Impulse zur Aggressivität zu kämpfen hatten. So waren zum Beispiel drei von ihnen ihr Leben lang immer wieder in schwere Schlägereien verwickelt worden, die zu Totschlag geführt hätten, wenn sie nicht von anderen zurückgehalten worden wären.»  - Nach (cap)
 
 

Motiv Mangel

 

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