Mesmerismus

 "Mesmerische Phänomene"

 - Fabrizio Clerici

Mesmerismus (2)  Man kann sich wahrhaftig keine größere Zeitvergeudung vorstellen als den Versuch, zu beweisen, heutigentags zu beweisen, daß der Mensch durch bloße Willensübung imstande ist, seinen Mitmenschen in einen abnormen Zustand zu versetzen, dessen Phänotypus überaus ähnlich dem des Todes sieht - oder zumindest doch erheblich ähnlicher als dem irgend eines andern normalen Zustandes innerhalb unseres Erfahrungsbereichs; daß die solcherart beeinflußte Person während dieses Zustands die äußern Sinnesorgane nur unter Anstrengung, und dann auch nur schwächlich, benutzt, doch mit unendlich verfeinertem Wahrnehmungsvermögen, und durch als unbekannt geltende Kanäle Dinge erspürt, welche jenseits des Spielraums der Körperorgane liegen; daß überdem seine intellektualen Fähigkeiten ganz wunderbarüch gehoben und gestärkt werden; daß ihn ein inniges Band der Sympathie mit der Person verbindet, welche ihn solcherart beeinflußt; und schließlich, daß seine Empfänglichkeit für diesen Einfluß wächst, je häufiger er auf ihn ausgeübt wird, derweil, im nämlichen Verhältnis, der dadurch hervorgerufene Befindenstypus entschiednere und prägnantere Gestalt gewinnt.  - Edgar Allan Poe, Mesmerische Offenbarung. Nach (poe)
 
 

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