agister  In der Zeit, die Tai im Brunnen verbracht hatte, hatte sein Nachbar seine eigene Frau totgeschlagen; und sein Schwiegervater hatte ihn vor Gericht gebracht, so daß er mehr als ein Jahr lang in Haft war, solange der Fall untersucht wurde. Als er wieder freikam, war er nur noch Haut und Knochen, und als er hörte, daß Tai wieder unter den Lebenden weilte, fürchtete er sich sehr und ergriff die Flucht. Tais Familie versuchte, ihn zu einer Klage gegen den Nachbarn zu überreden. Er aber weigerte sich und erklärte, was ihm zugestoßen sei, sei nur die gerechte Strafe für sein eigenes Verhalten gewesen und habe nichts mit dem Nachbarn zu tun. Da wagte der Nachbar, zurückzukehren; und als das Wasser in dem Brunnen ausgetrocknet war, stellte Tai einige Männer an, die hinunterstiegen und die Knochen zusammenlasen, die er dann in Särge legte und alle an einem Ort bestattete. Er suchte im Familienstammbaum nach Lung-feis Namen und opferte ihm an seinem Grab viele schöne Dinge. Irgendwann hörte der Kanzler der Literaturwissenschaften von dieser seltsamen Geschichte, und auch Tais Aufsätze gefielen ihm sehr. So bestand Tai alle seine Prüfungen und kehrte als Magister in sein Haus zurück.  - P'u Sung-Ling, Gast Tiger. Stuttgart 1983. Die Bibliothek von Babel Bd. 21, Hg. Jorge Luis Borges

Magister (2)  Lagerblad, phil. magister aus Småland, Skatelof, ist angestellt bei einem Kapitän Eggers. Soll zu bekannt mit der Frau gewesen sein, wird verheiratet mit der Tochter des Kapitäns.

Die junge Frau kann auf den Tod nicht ihren Mann ertragen, obgleich der Magister hübsch und nett war. Die Frau wird bekannt mit einem Offizier Berg; an ihn denkt sie, träumt und alles. Podicem in thalamo semper obvertit marito.

Eltern und Verwandte kommen, raten ihr, weinen und bitten; sie gelobt Gutes; aber reist erst der Mann fort, schickt sie zu Berg, schreibt Liebesbriefe, ruft ihn oder fährt zu ihm.

Himmel und Erde können nicht helfen oder sie zu ihm umwenden.

Der Mann wagt nicht, divortium zu begehren, glaubt, daß die Frau seine Bekanntschaft mit der Mutter kennt.

[Podicem Im Ehebett wendet sie ihrem Gatten immer den Hintern zu. divortium Scheidung]  - (nem)

Magister (3)  

Magister (4)

 

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