ädchenbeine  Sechs Machno-Kämpfer hatten vergangene Nacht ein Dienstmädchen vergewaltigt. Als ich am Morgen davon hörte, beschloß ich herauszubringen, wie eine Frau nach sechsfach wiederholter Vergewaltigung aussieht. Ich fand sie in der Küche. Sie wusch, über einen Zuber gebeugt, Wäsche. Sie war eine dicke Frau mit blühenden Wangen. Nur das geruhsame Dasein auf dem fruchtbaren Boden der Ukraine kann eine Jüdin mit solchen Körpersäften einer Kuh ausstatten, kann über ihr Gesicht einen solch speckigen Glanz breiten. Die Beine des Mädchens, fett, ziegelrot und prall, wie Ballons, rochen süßlich, wie frisch geschnittenes Fleisch. Und mir schien, als seien von ihrer gestrigen Jungfräulichkeit nur die Wangen geblieben, die heftiger flammten als gewöhnlich, und die Augen, die sie gesenkt hielt.  - Isaak Babel, Die Reiterarmee. Berlin 1994 (Friedenauer Presse, neu übs. von Peter Urban - zuerst 1926)
 
 

Mädchen

 

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