üchenmesser  Der Messerstich saß perfekt. Die Waffe selbst, ein einfaches französisches Küchenmesser mit einem Holzgriff und einer zwanzig Zentimeter langen Klinge, war gerade lang genug, um tief in den Brustkorb einzudringen. Die Spitze schob sich zwischen den obersten Rippen rechts neben dem Brustbein in den Körper und glitt von dort nach links unten. Der rechte Lungenflügel und die Lungenarterie wurden durchbohrt, das Herzohr getroffen, und schließlich riß die Aorta dicht an ihrem Ursprung.

Die massive Blutung führte innerhalb weniger Sekunden zum Tod und ließ dem Opfer gerade noch Zeit zu einem Hilfeschrei, der an jenem warmen Sommerabend durch die offenen Fenster auch von den Nachbarn vernommen wurde. Die Freundin des Opfers und ein benachbarter Arzt versuchten, das hervorschießende Blut zu stillen, doch es war bereits zu spät. Die äußeren Umstände für einen tödlichen Messerstich waren günstig. Das Opfer war von kleiner Statur und saß fast aufrecht, entblößtem Oberkörper, in einem Badezuber. Die Person, die zustach, stand aufrecht neben der Wanne und konnte das Messer mit voller Wucht in den Körper stoßen.  - A. J. Dunning, Extreme. Betrachtungen zum menschlichen Verhalten. Frankfurt am Main 1992

 

Messer Küche

 

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