Jungfrau, werdende  »Nie mehr sollst du im Nachtdunkel kommen und mich haben, noch trunken oder wollüstig sein, wie bisher. Denn ich werde meine Bettücher wahrlich gegen dich verschließen und verknoten gegen unsere Wege miteinander und die Dinge, die wir auf ihnen tun, und ich werde zu dir sprechen und sagen: ›Wir sind Sünder und Sündigende, denn jetzt und hinfort werden wir den Handel nicht spielen, denn du, wenngleich eine Hure, wirst dich seitwärts halten und ganz auf den übriggebliebenen schmalen Pfaden sein und zu deinen täglichen Treffen gehen, ein braves Mädchen und nicht durchkostet, dein ganzes Leben lang!‹ Steh jetzt auf«, sagte er, »denn mir ist die hohe Kunst des Überzeugens verlorengegangen.« Und unablässig fielen die Tränen aus seinen braunen Augen nieder, nicht einstudiert. »Aber selbst ein Hund mag sich zweimal drehen, um zu schlafen«, und er schlug sie und sagte, er wolle sie aufgeben wegen ihrer weiten Seele. Und sie lachte ihn ganz und gar aus, wie er redete und weinte, und ihre Hände lagen auf ihm, geschickt und vorsichtig. Seine Uhrkette und seine Manschettenknöpfe sowie die zusammengerollten Hundert nahm sie für ihren Weg als werdende Jungfrau, und sie verließ sein Zimmer auf weichen Füßen und seufzend: »Ich werde mich bessern, Liebling, ganz ungewöhnlich bessern und es wird mir gewaltig gutgehen, und der Weltlauf und sein Weib mögen Amen murmeln.«   - (ryder)
 
 

 

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