Hermes  Osiris war der Sprößling eines Liebeshandels zwischen dem Erdgott Seb (Keb oder Geb, wie der Name zuweilen transkribiert wird) und der Himmelsgöttin Nut. Die Griechen sahen in seinen Eltern ihre eigenen Gottheiten Kronos und Rhea. Als der Sonnengott Rhea entdeckte, daß seine Gemahlin ihm untreu geworden war, erklärte er mit einem Fluch, daß sie in keinem Monat und in keinem Jahre niederkommen solle. Die Göttin hatte aber noch einen Liebhaber, den Gott Thoth oder Hermes, wie die Griechen ihn nannten. Dieser spielte mit der Mondgöttin das Damespiel und gewann von ihr einen zweiundsiebenzigsten Teil jedes Tages. Er stellte fünf ganze Tage aus diesen Teilen zusammen und fügte sie dem ägyptischen Jahre mit seinen dreihundertundsechzig Tagen hinzu. Dies war der mythische Ursprung der fünf ergänzenden Tage, welche die Ägypter alljährlich am Ende jedes Jahres einfügten, um zwischen Mond- und Sonnenzeit Übereinstimmung herzustellen. Auf diesen fünf Tagen, die als außerhalb der zwölf Monate des Jahres liegend betrachtet wurden, ruhte der Fluch des Sonnengottes nicht, und daher wurde Osiris an dem ersten von diesen geboren. Bei seiner Geburt erklang eine Stimme, die da sprach, der Herr des Alls sei auf die Welt gekommen. Manche behaupteten, ein gewisser Pamyles habe die Stimme vom Tempel zu Theben gehört, die ihm befahl, mit einem Schrei zu verkünden, daß ein großer König, der wohltätige Osiris, geboren sei. Osiris war jedoch nicht das einzige Kind seiner Mutter. Am zweiten der Ergänzungstage gebar sie den älteren Horus, am dritten den Gott Set, den die Griechen Typhon nannten, am vierten die Göttin Isis und am fünften die Göttin Nephtis.

Später heiratete Set seine Schwester Nephtis und Osiris seine Schwester Isis. - Plutarch, nach (fraz)  

Hermes (2)

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