Handwerksmoral   Die Gesellen des Räubers Dschï fragten ihn einmal und sprachen: »Hat das Räuberhandwerk auch seine Moral?« Dschï sprach: »Aber selbstverständlich hat es seine Moral. Instinktiv erkennt der Räuber, wo etwas verborgen ist: das ist seine Größe. Er geht zuerst hinein: das ist sein Mut. Er kommt zuletzt heraus: das ist sein Pflichtgefühl. Er erkennt die rechte Zeit: das ist seine Weisheit. Er muß gerecht verteilen: das ist seine Güte. Daß einer, der diese fünf Eigenschaften nicht besitzt, ein großer Räuber ward, ist auf Erden noch nie vorgekommen.«

Umgekehrt verhöhnte er all die sechs großen Könige und die fünf Führer der Fürsten.Yau stehe im Rufe der Lieblosigkeit. Schun habe sich Unehrerbietigkeit gegen seine Eltern zuschulden kommer lassen.Yü sei genußsüchtig gewesen.Tang und Wu haben sich der Verbannung bzw. des Mords ihres Herrn schuldig gemacht. Die fünf Führer der Fürsten haben Pläne geschmiedet zur Unterdrückung der Schwachen. Es sei ein großer Betrug, daß alle Zeitalter diese Männer loben und alle Menschen in Scheu vor ihnen stehen. Als er starb, ließ er sich mit einem ehernen Hammer in der Hand begraben, indem er sprach: »Wenn ich drunten die sechs Könige und die fünf Führer der Fürsten treffe, so werde ich ihnen den Schädel einschlagen.« - (lueb)

 

Berufsehre Handwerk

 

  Oberbegriffe
zurück 

.. im Thesaurus ...

weiter im Text 
Unterbegriffe

 

Verwandte Begriffe
Synonyme