ammer

 

  -  Malcolm Fowler, nach: Einsicht ins Ich. Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele.  Hg. Douglas R. Hofstadter und Daniel C. Dennett.  München 1992

Hammer (2)

Alle redeten Tante Christine die Verehelichung mit einem unbekannten Fremden aus,
der vorgab, es auf sie abgesehen zu haben.

- (step)

Hammer (4)   Die letzten drei Tage waren die bisher schwersten, aber auch entschieden klärendsten in meiner nun schon halbjahrelangen Krankheit. Eine Kette von Torheiten, in die ich mich selbst verstrickte: von sanftem und flüsterndem Winde verführt bei aufblühenden Fernen bestieg ich einen Hügel vor meiner Tür und labte mich an dem ersten Smaragd der Wiesen, als plötzlich eine sargschwarze Wolke über mir zusammenstand und ganz fürchterlich wetterte, schnob, schrie und mit Böen und Schlotten mich geißelte und bestrafte. Es war eine ganz unmittelbare Ansprache der Luftgeister an mich selbst. Und ich saß zu Hause, atemlos, verdonnert und mit Ruten geschlagen. Nächsten Tages drängte mich der Stolz, das nun in vielviele Landschaften aufgegliederte und verkammerte Riesenwerk meiner Wanderjahre in die Gänze und geordnet vor die Augen zu stellen und ich hob die bunten, schweren Mappen auf die Borde, in kürender Verteilung - zuviel! Mir ward grün und dann, als drehe sich alles und fiele über mich her mit Rache und Spotten, tausend lästernde kleine Zungen - ich hatte nur einen Gedanken, einen Hammer zu holen - warum? - holte ihn, fasste ihn - dann schwanden die Sinne. So lag ich bis zur Nacht, niemand war zu Hause und als ich erwachte, stand Seine Majestät vor mir mit verschränkten Armen und wir starrten uns an. »Fertig?« Aber ich hielt fest meinen Hammer und ich sagte: "Nein!« Da war er hinweg.... - Hans Jürgen von der Wense, Von Aas bis Zylinder, Bd. I. Frankfurt am Main 2005

 

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