eburtstagswünsche     Lieber Daum,

die Fotos müßten recht «scharf» sein - auch in der Fotografie - und aufreizend, wie Marlene, dabei viel direkter. Sie müssen Dich geben, ganz hingegeben in Deiner süßen Stutigkeit und sehr frech. Du mußt Dich natürlich ein bißchen «zurechtmachen». Mußt in «Stimmung» sein - vielleicht recht geil, damit Deine Braune schön in Saft kommt. Na, Du verstehst, denke Dir nur recht «aufregende» Posen aus . . .

Als erstes dachte ich mir Dich als Zofe angezogen - halbangezogen: als schweinisch-süße Fickzofe . . . Du müßtest von hinten aufgenommen werden, aber Dein geil-freches süßes Gesicht mit Häubchen müßte den Beschauer (mich) ansehen - so, als sähest Du Dich amüsiert um, nach dem steifen Schwanz, der Dir gerade verpaßt werden soll . . . Eventuell die eine Brust mit erigierter Warze dem Betrachter mit der rechten Hand zugewandt. Zwei: im schwarzen Abendkleid, darunter nichts, ausgezogene Höschen als Stilleben nebenbei - schwarze Handschuhe - Strümpfe. So, als wärest Du gerade nach Hause gekommen von einer Gesellschaft, und sollst nun gevögelt werden - das Kleid frech und aufreizend hochgestreift, stehend. Beine breit, ein wenig nach vorne rüber gebückt, als ließest Du Dich eben mal schnell im Stehen ficken. Das Vötzchen muß aber auch geil sein, kannst mit der einen Hand das Kleid über den Popo halten, vielleicht mit der anderen an den Popo fassen, hier frechen Hut auf. Dann eine, mit Strümpfen und Strumpfbändern, sonst vollkommen nackt, nur mit breitem Gürtel um die Hüften fest eingeschnürt — auf Seite von hinten auf Hüfte liegend, Kopf zu mir gewandt. Hier soll Dein Popo wirken. Deine saftige Aprikose herausgedrückt. Eventuell auch süße Handschuhe, um das weiße Fleisch reizvoll zu betonen. Eine von vorn, stehend, als Zofe, mit hochgeschnürten Brüsten; Brustwarzen müssen «stehen», angeschminkt; die süße Braune eventuell frech mit der einen unbehandschuhten Hand nach vorne sichtbar machen. Beine ein wenig gespreizt, so, als zeigtest Du einem Anbeter Deine Süße. Dabei könntest Du die Zunge zeigen. Dann: Rock über den Kopf gezogen, darunter kurzes Hemdchen, als zögest Du Dich eben für ein schweinisches Intermezzo aus, von hinten, Hüften zum Betrachter, den Stutenpopo und mehr zu sehen. Eine, in Strümpfen nackt, mit betontem Bauch, nach vorne herausgedrückt, geil gespreizten Schenkeln in der Luft dem Beschauer zu, Brüste mit Händen gehalten wie Äpfel - Dein Stutenloch erregt offen, mit steifem Kitzler, als hättest Du eben die ersten Fickstöße empfangen . . . müßtest überhaupt nebenbei immer ein wenig auf erregendes Stillebenarrangement achten:

Bananen, Lippenstifte, Puderdose - so als wären es richtige Fickszenen; Wäsche, die ausgezogen unter Dir liegt, und so. Kannst auch bei einer Aufnahme, wo Du Deine Schlüpfrige zeigst, gerade eine abgezogene Banane wie einen Steifen im Munde haben (erregend). Posen müssen alle «sehr» scharf sein. Ein bis drei Großaufnahmen der Mosch, läufig-stehend ... Je mehr Aufnahmen, je besser, ich bezahle alles. Die ganzen Bilder müssen «lustig-geil-exhibitionistisch» wirken. Dies sind nur ein paar Wunschfantasien ... Es wäre meine GRÖSSTE und HEISSESTE Geburtstagsfreude von Dir ... Ich fürchte, dieser Brief kommt zu spät - es wäre jammerschade (wirklich). Angst wegen schicken habe nicht - klebe gut zu - eventuell zahle das höhere Porto - innen nochmals mit dünnerem Papier undurchsichtig zukleben. Das muß ankommen. Ich erwarte das Brieflein recht bald . . . Ich bin nun mal so «bildhungrig» nach Dir . . . Empfinde meine «Liebesbriefe» nicht als allzu verrückt - hatte Dir ja schon mal einen enorm langen getippt. Kam dann aus «Hemmungen» nie zum Vorlesen. Jetzt, wo ich hier allein bin, fällt das weg und ich schreibe Dir frisch von der Leber (vom Schwanz) weg, alle Gedanken, die mich bewegen. Diese «Erotik» besitzt mich nach Dir hin zur Zeit sehr - es wird schon auch noch «kühlere» Strähnen geben - tröste Dich. Dann schreibe ich mehr von New York . . . Dann folgen wieder kühle Treubriefe . . .

Dein Dir sehr hingegebener   -  George Grosz an Eva Grosz, 26. Juni 1932,  nach: G.G., Briefe 1913-1959. Hg. Herbert Knust. Reinbek bei Hamburg 1979

 

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