Bissigkeit

 
 Bissigkeit

- Charles M. Schulz, Good ol' Snoopy. London 1968 (Hodder Fawcett Coronet Books, zuerst ca. 1955)

Bissigkeit (2)

- Ellen von Unwerth

Bissigkeit (3)  Taine gab Flaubert wiederholt zu verstehen, der Gegenstand seines Romans - Bouvard und Pécuchet - erfordere eine Feder des achtzehnten Jahrhunderts, die knappe Schärfe und die Bissigkeit (le mordant) eines Jonathan Swift. Möglicherweise sprach er von Swift, weil er irgendwie die innere Verwandtschaft zwischen den beiden großen und traurigen Schriftstellern herausspürte. Beide haßten mit eingehendem Grimm die menschliche Dummheit; beide dokumentierten diesen Haß, indem sie im Laufe der Jahre platte Redensarten und blöde Ansichten sammelten; beide wollten das ehrgeizige Streben der Wissenschaft niedermachen. Im dritten Teil von Gulliver beschreibt Swift eine verehrte und umfassende Akademie, deren Mitglieder den Antrag stellen, die Menschheit solle sich mündlicher Rede enthalten, um die Lungen zu schonen. Andere erweichen den Marmor, um aus ihm Decken und Kopfkissen herzustellen; andere setzen sich für die Züchtung einer Art Schafe ein, die keine Wolle haben; andere glauben die Rätsel des Universums mittels eines Holzgestells mit eisernen Zeigern zu lösen, das wahllos Wörter kombiniert. Diese Erfindung zielt gegen die Ars magna von Raimundus Lullus...   - Jorge Luis Borges, Kabbala und Tango. Essays. Frankfurt am Main 1991
 
 

Beißen Hund

 

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