etäubung  Der starke Wind hat mich den ganzen Abend bezaubert, das wiegt und betäubt zur gleichen Zeit. Meine Nerven vibrierten so sehr, daß ich, als meine Mutter gegen zehn Uhr bei mir eintrat, um mir Gute Nacht zu sagen, einen entsetzlichen Schrei ausstieß, der sie wiederum zutiefst erschreckte. Das Herz hat mir noch lange danach geklopft, und ich habe eine Viertelstunde gebraucht, um mich davon zu erholen. So versunken bin ich, wenn ich arbeite. Ich habe bei dieser Überraschung so etwas wie die schneidende Empfindung von einem Dolchstoß gehabt, der mir in die Seele dringt. Was für armselige Maschinen wir sind! Und all das, weil der kleine Mann dabei war, einen Satz zu drechseln.  - (flb)

Betäubung (2)  Als seien sie verabredet, waren sie beide aufgestanden und gingen nun nebeneinander. Linda war betäubt von dem Duft, den seine Haare ausströmten, berauscht, als hätte sie zuviel getrunken. Ihre Beine schienen ihr nicht mehr zu gehorchen, ihr Kopf schwamm. Ihre Brüste hoben und senkten sich, sie holte bei jedem Schritt tief Luft. Der Unbekannte neben ihr betrachtete das Wogen, als wäre es das Meer, das sich zu seinen Füßen ausbreitete. - (nin)

Betäubung (3)  
 

Empfindlichkeit Gefühllosigkeit

 

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Verwandte Begriffe
Droge
Synonyme