Alternativen

1. LIEB ("Gimpel"): Ich kooperiere stets
2. BÖSE: Ich betrüge stets
3. VERRÜCKT: Ich betrüge abhängig vom Zufall, im Durchschnitt jedes zweite Mal
4. TIT FOR TAT ("Wie du mir so ich dir"): Ich kooperiere beim ersten Mal und tue dann das, was der andere beim letzten mal getan hat
5. GRIMMIG: Ich kooperiere, bis der andere zum ersten mal betrügt, von da an betrüge ich stets
6. PERIODISCH ZIEMLICH BÖSE: Ich spiele Betrügen, Betrügen, Kooperieren, Betrügen, Betrügen, Kooperieren ...
7. PERIODISCH ZIEMLICH LIEB: Ich spiele Kooperieren, Kooperieren, Betrügen, Kooperieren, Kooperieren, Betrügen ...
8. MEHRHEITSENTSCHEID MILD: Ich tue das, was der andere in der Mehrzahl der bisherigen Fälle getan hat. Bei Gleichstand und beim ersten mal kooperiere ich
9. MISSTRAUISCHES TIT FOR TAT: Ich betrüge beim ersten mal und tue dann das, was der andere beim letzten mal getan hat
10. MEHRHEITSENTSCHEID HART: Ich tue das, was der andere in der Mehrzahl der bisherigen Fälle getan hat. Bei Gleichstand und beim ersten mal betrüge ich
11. PROBIEREN: Die ersten drei Züge spiele ich Betrügen, Kooperieren, Kooperieren. Wenn der andere in den Züge 2 und 3 kooperiert hat, betrüge ich stets, ansonsten spiele ich TIT for TAT
12. HARTES TIT FOR TAT: Ich kooperiere, es sei denn, der andere hat beim letzten oder beim vorletzten mal betrogen. - Jean Paul Delahaye, Philippe Mathieu

Alternativen (2) 1. Wandern ist eine menschliche Eigenschaft, die wir von vegetarischen Primaten geerbt haben.

2. Alle Menschen haben ein emotionales, wenn nicht gar biologisches Bedürfnis nach einer Basis - Höhle, Grube, Stammesterritorium, Besitztum oder Hafen. Das haben wir mit den Karnivoren gemeinsam.  - Bruce Chatwin, Der Traum des Ruhelosen. Frankfurt am Main 1998 (Fischer-Tb. 13729, zuerst 1996)

Alternativen (3) Ich habe herausgefunden: Bushido, der Weg des Kriegers, liegt im Sterben. Wird man mit zwei Alternativen konfrontiert, Leben und Tod, so soll man ohne Zögern den Tod wählen. Daran ist nichts Schweres; man muß nur fest entschlossen sein Ziel verfolgen.

Wenn einige behaupten: »Ein Tod, ohne seine Bestimmung erlangt zu haben, ist ein sinnloser Tod«, so ist das die berechnende Art zu denken, die dem eitlen, verstädterten Bushido entspringt. Zwischen zwei Alternativen eingezwängt, kann man nur schwer den richtigen der beiden Wege wählen. Um sicher zu gehen, bevorzugt jeder das Leben gegenüber dem Tod; man versucht, sich von der Vernunft des eigenen Überlebens zu überzeugen. Doch wenn man überlebt, ohne ein gerechtes Ende erlangt zu haben, ist man ein Feigling. Hierin liegt der entscheidende Punkt.

Solange jemand umgekehrt den Tod wählt, ohne sein Ziel erreicht zu haben, ist sein Tod frei von Schande, auch wenn andere ihn sinnlos oder wahnsinnig nennen mögen. Das ist die Essenz des Bushido. Wenn jemand jeden Morgen und Abend sich auf den Tod vorbereitet und ihn jeden Augenblick erwartet, wird Bushido zu seinem eigenen Weg, wodurch er seinem Fürsten sein ganzes Leben lang fehlerlos dienen kann. - (bush)

Alternativen (4)  Wieder einmal schmachtet ein Gefangener in einem Kerker, in den ein finsterer Sultan ihn hat werfen lassen. Der Kerker hat zwei Türen. Die eine, so wird dem beklagenswerten Häftling gesagt, führt in die Freiheit, die andere in den Tod. Natürlich hat dem Gefangenen niemand verraten, welche der beiden Türen in die Freiheit und welche in den Tod führt. Er darf eine einzige Frage an einen der beiden Türwächter richten, die nur mit ja oder nein beantwortet wird. Unglücklicherweise lügt der eine von beiden stets, der andere freilich sagt immer die Wahrheit. Aber was nützt das, wenn der Gefangene nicht weiß, wer der Lügner ist und wer der Wahrheitsager. Dennoch soll es möglich sein, mit einer einzigen Frage an einen der Wärter die Tür zur Freiheit auszumachen. Welche Fragestellung rettet dem Gefangenen das Leben? - Nach: Willy Hochkeppel, Denken als Spiel. München 1973 (dtv 965)

Alternativen (3) Welches sind die Formen der Ethik - Formen, die wir im Prinzip als die ältesten Typen philosophischer Ethik bezeichnen können?

Es sind ihrer zwei, die einander polar gegenüberstehen.

Die eine ist die Lustethik. Klassisch ausgeprägt ist sie durch Epikur, aber es besteht kein Zweifel, daß sie in ihren Grundzügen nicht nur auf den Sokratiker Aristippos, sondern über ihn hinaus auf einen der Sophisten zurückgeht. Ihre ungeheure Wirkung verdankt sie gerade der Eindeutigkeit, mit der sie auf die evident beobachtete Natur des Tieres und des Säuglings zurückgeführt wird. Tier und Säugling kennen nur die zwei Reaktionen, die Lust zu suchen und dem Schmerz zu wehren. Daraus ergibt sich, daß dies die einzigen ursprünglichen und allgemeingültigen Reaktionen sind und die undiskutierbaren Grundlagen einer naturgemäßen Ethik.

Die andere Ethik dieser Art ist diejenige des Willens zur Macht. Sie geht aus von der Beobachtung am Tiere. Die stärksten Tiere, wie die Löwen und Stiere, üben eine unbedingte Vorherrschaft aus und werden von den Schwächeren in ihrer Vorherrschaft auch unbedingt anerkannt. So finden wir in einigen bedeutenden Stellen des platonischen Gorgias und Thrasymachos die Spuren eines Traktates der Sophistenzeit, der eben diesen Willen zur Macht als die einzige naturgemäße Ethik verficht.  - Olof Gigon, Vorwort zu (eth)

Alternativen (4) MR ASHMOLE erzählte mir, daß eine Frau auf den Rath von Dr Napier hin von einem Zauber Gebrauch machte, um sich von einem hitzigen Frieselneber zu curiren. Kam ein Geistlicher zu ihr und tadelte sie streng dafür, daß sie teuflische Hülfe in Anspruch genommen, und sagte, sie sey darum in Gefahr ewiger Verdammnis, und hieß sie ihn verbrennen. Das that sie — und ihre Unpässlichkeit kam kräftig zurück: so sehr, daß sie den Dr bedrängte, ihn noch einmal einzusetzen. Sie nutzte ihn, und es ward ihr besser. Als aber der Pastor davon vernahm, kam er wieder zu ihr, und donnerte Hölle & Verdammnis, und entsetzte sie so, daß sie ihn erneut verbrannte. Woraufhin sie schwer krank wurde: und sie hätte's wohl ein drittes Mal gebraucht, hätt's nicht der Dr mit den Worten verweigert, sie habe die Macht & Güte der Seeligen Geister (oder Engel) verachtet & geringgeschätzt, und also starb sie.   - (aub)

Alternativen (5) Das salische Gesetz bestrafte Mord nur mit einer einfachen Geldbuße, und da der Schuldige leicht die Möglichkeit hatte, sich ihrer zu entziehen, beschloß Childebert, der König von Austrasien, in einer in Köln verfaßten Bestimmung, die Todesstrafe nicht gegen den Mörder zu verhängen, sondern gegen den, der sich der wegen Mord verhängten Geldstrafe entzog. Ebenso verhängte das ripuarische Gesetz wegen dieser Tat nur eine dem getöteten Individuum angemessene Geldstrafe. War es ein Priester, war sie sehr hoch: Es wurde nach den Maßen des Mörders eine Tunika aus Blei angefertigt, und er mußte das Gewicht dieser Tunika mit Gold aufwiegen, andernfalls blieben der Schuldige und seine Familie Sklaven der Kirche.

Kurz, der Mord ist eine Greueltat, aber eine oft notwendige Greueltat, niemals jedoch ein Verbrechen und in einem republikanischen Staat unbedingt zu dulden. Ich habe gezeigt, daß es im ganzen Universum Beispiele dafür gibt; aber hat er als eine Tat zu gelten, die durch die Todesstrafe gesühnt werden muß? Wer das folgende Dilemma löst, hat die Frage hinreichend beantwortet:

Ist Mord ein Verbrechen oder nicht? Ist er keines, warum dann Gesetze machen, die ihn unter Strafe stellen? Und ist er eines, ist es dann nicht eine barbarische und dumme Inkonsequenz, ihn durch ein gleiches Verbrechen sühnen zu wollen?  - Marquis de Sade, Die Philosophie im Boudoir. Gifkendorf 1989 (zuerst ca. 1790)

Alternativen (6)    Der Epikureer sucht sich die Lage, die Personen und selbst die Ereignisse aus, welche zu seiner äußerst reizbaren intellektuellen Beschaffenheit passen, er verzichtet auf das übrige — das heißt das allermeiste —, weil es eine zu starke und schwere Kost für ihn sein würde. Der Stoiker dagegen übt sich, Steine und Gewürm, Glassplitter und Skorpionen zu verschlucken und ohne Ekel zu sein, sein Magen soll endlich gleichgültig gegen alles werden, was der Zufall des Daseins in ihn schüttet: — er erinnert an jene arabische Sekte der Assaua, die man in Algier kennenlernt; und gleich diesen Unempfindlichen hat er auch gern ein eingeladenes Publikum bei der Schaustellung seiner Unempfindlichkeit, dessen gerade der Epikureer gern enträt: — der hat ja seinen „Garten"! Für Menschen, mit denen das Schicksal improvisiert, für solche, die in gewaltsamen Zeiten und abhängig von plötzlichen und veränderlichen Menschen leben, mag der Stoizismus sehr ratsam sein. Wer aber einigermaßen absieht, daß das Schicksal ihm einen langen Faden zu spinnen erlaubt, tut wohl, sich epikureisch einzurichten; alle Menschen der geistigen Arbeit haben es bisher getan! Ihnen wäre es nämlich der Verlust der Verluste, die feine Reizbarkeit einzubüßen und die stoische harte Haut mit Igelstacheln dagegen geschenkt zu bekommen. - (frw)

Alternativen (7)  Es gibt theoretisch zwei Methoden, wodurch der Mensch Herr über die Gesellschaft werden und aus ihr ein intelligentes und leistungsfähiges Instrument zur Erlangung von Glück und Frohsinn machen kann. Die erste geht von der Annahme aus, daß keine Regierung weiser oder besser sein kann als die Leute, die über die Zusammensetzung dieser Regierung befinden, daß Reformen und Entwicklung vom einzelnen kommen müssen; daß die Regierung in dem Maße weiser und besser wird, wie der einzelne weise und besser wird, kurz, daß die Mehrzahl der Individuen weiser und besser werden muß, ehe die Regierung weise und besser wird. Aber der Pöbel und die herrschende politische Meinung, die abgrundtiefe Brutalität und die dumme Unwissenheit, wie man sie auf allen Zusammenkünften der Massen antrifft, strafen diese Theorie Lügen. Beim Pöbel orientieren sich kollektive Intelligenz und Barmherzigkeit an den am wenigsten intelligenten und den brutalsten Vertretern dieses Pöbels. Andererseits werden sich tausend Passagiere eines in Seenot geratenen Schiffes freiwillig der Weisheit und Besonnenheit des Kapitäns unterordnen.  Denn in diesem Falle ist er der weiseste und erfahrenste von  allen.

Die zweite Theorie geht von der Annahme aus, daß die meisten Menschen keine Bahnbrecher sind, daß die Untätigkeit der Etablierten sie wie ein Gewicht herabzieht; daß die sie vertretende Regierung nur die Schwachheit, Nichtigkeit und Roheit repräsentiert, daß diese blinde, als Regierung bezeichnete Einrichtung nicht Diener ihres Willens ist, sondern sie die Diener dieser Regierung sind; kurz, nicht die berühmte große Masse formt die Regierung, sondern die Regierung formt sie. Die Regierung wiederum ist immer schon ein dummes und furchtbares Mißgebilde gewesen, durch einen Schimmer von Intelligenz seitens dieser mit Trägheit geschlagenen Masse gezeugt. - Jack London, Goliah. In: J.L., Phantastische Erzählungen. Berlin 1988 (zuerst 1908)

Alternativen (8)   Bei der Einnahme Alexandriens durch die Araber - sagt man - wandte sich ihr Anführer, Amru, an den Kalifen Omar und fragte ihn, was mit den Büchern zu geschehen habe. „Enthalten sie", lautete die Antwort, „was ohnehin schon im Koran geschrieben steht, sind sie überflüssig. Enthalten sie etwas anderes, sind sie gefährlich. Daher müssen sie verbrannt werden." Und auf seinen Befehl wurden sämtliche Bücher und Papyrusrollen in die viertausend Bäder Alexandriens geschafft, die sechs Monate lang mit ihnen geheizt wurden. -  Istvan Ráth-Végh, Die Komödie des Buches. Leipzig 1984

Alternativen (9)  Nachdem er sich niedergelassen hat, gießt Monsieur sich eine Tasse Kaffee ein. Je nach seiner Stimmung, die zum Teil durch seine Verdauung bedingt wird, zum Teil durch die Gedanken, die ihn in Anspruch nehmen, und zum Teil durchs Wetter, trinkt er seinen Kaffee heiß oder läßt ihn kalt werden. In Fall eins kommt es vor, daß er sich noch eine Tasse eingießt, denn die Kaffeekanne enthält zwei. In Fall zwei kommt es vor, daß er eindöst, bevor der Kaffee kalt ist. Er schlummert dann eine halbe Stunde und sagt beim Aufwachen ich habe sicher geschlafen, nimmt seine Tasse und trinkt mit einem Schluck seinen kalten Kaffee. Ist er nicht eingedöst kommt es vor, daß er sich entweder noch eine Tasse eingießt, die er sofort lauwarm trinken kann, oder weiter nachdenkt, oder wieder den Packen Rechnungen aus seiner Tasche zieht. In Fall eins, also dem ersten Unter-Fall des zweiten Teils der Alternative eindösen oder nicht, die ihrerseits aus dem zweiten Teil der Initialalternative seinen Kaffee trinken oder kalt werden lassen entstanden ist, in diesem Fall also trinkt Monsieur Traum seine zweite Tasse, dann steht er auf und kreist nachdenkend um den Tisch. In Fall zwei, also dem zweiten Unter-Fall des gleichen zweiten Teils bleibt er sitzen und starrt zunächst mit stierem Blick vor sich ins Leere, dann wendet er ihn zum Meer, wo es vorkommt, daß ein Boot, manchmal dasselbe wie jenes, das er während seines Essens gesehen hat und das in der Bucht manövriert, seine Aufmerksamkeit erregt. Dann sagt er manche lassen sich einfach treiben. Aber es kann auch ein anderes Boot sein, das ihm die gleiche Bemerkung entlockt. Oder etwas ganz anderes, die Bewegung eines Zweiges zum Beispiel oder ein Wechsel im Licht, der ihn im allgemeinen stumm läßt. Erregt nichts seine Aufmerksamkeit, starrt er wieder vor sich hin, und dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder er döst ein oder er zieht aus seiner Tasche den Packen Rechnungen. In Fall eins, also dem ersten Teil der Unter-Unter-Alternative, die aus dem zweiten Teil der Unter-Alternative Aufmerksamkeit erregen oder nicht entstanden ist, die wiederum aus dem zweiten der drei aus dem zweiten Teil der Alternative eindösen oder nicht entspringenden Unter-Fälle hervorgegangen ist, schlummert er eine halbe Stunde und sagt beim Aufwachen ich habe sicher geschlafen, dann steht er auf und kreist um den Tisch. In Fall zwei, der dem aus dem zweiten Teil der Alternative eindösen oder nicht hervorgegangenen dritten Unter-Fall zum Verwechseln ähnlich ist bis auf lediglich eine längere Zeitspanne zum Treffen der Wahl, sieht er sorgfältig die besagten Rechnungen durch und hält sich bei der einen oder anderen auf. Es kommt vor, daß er dann aus seiner Tasche den Kugelschreiber hervorzieht, den er dort aus irgendeinem Grund gelassen hat, zum Beispiel wegen einer Einschreibsendung des Briefträgers, oder daß er einen aus der mittleren Schublade des Büffets nimmt. Und er macht auf der Rechnung Anmerkungen, dann steht er auf und kreist um den Tisch. Im Fall, daß er keine Anmerkungen macht, kommt es vor, daß er eindöst. Er schlummert dann eine halbe Stunde und sagt beim Aufwachen ich habe sicher geschlafen, steht auf und kreist um den Tisch.

Im Fall, daß er nicht eingedöst ist während er seinen Kaffee kalt werden ließ und daß er aus seiner Tasche wieder den Packen Rechnungen gezogen hat, verhält er sich ebenfalls wie bereits gesagt.

Bleibt schließlich der zweite Teil des Initialfalles, daß Monsieur Traum, nachdem er seinen Kaffee heiß getrunken hat, sich keine zweite Tasse eingießt. Doch dieser unterscheidet sich kaum von jenem, daß er sich noch eine eingießt. Im einen Fall wie im andern folgen das Prüfen der Rechnungen und das Kreisen um den Tisch.  - (rp2)

Alternativen (10)   Monsieur Traums Ende.

Zur Strecke gebracht durch eine Embolie. Man findet ihn mitten in seinem Zimmer hingestreckt, verdrehte Augen, verzerrter Mund, er geifert noch ein paar Minuten, dann stößt er den letzten Seufzer aus. Oder aber.

Von einem Lastwagen überrollt auf dem Weg Haus-Bistro. Zerschmetterter Schädel, Rumpf ebenso. Die Beine zucken ein letztes Mal. Menschenauflauf. Man erkennt ihn nicht sofort. Ein junger Bengel sagt das ist doch Monsieur Traum, da seht doch seine Gummistiefel. Oder aber.

Im Fluß ertrunken wo er Elritzen fing. Seine Haushälterin, die langsam den Verstand verliert, sucht ihn vom Boden bis zum Keller. Die Polizei, die ihn noch hat, sucht ihn zusammen mit der Feuerwehr flußabwärts von der Stelle, wo er stand. Acht Tage später findet man ihn eingeklemmt in der Schleuse.  - (rp)

Alternativen (11)

Alternative (12)   Die Welt, in der alles mit Notwendigkeit so ist, wie es ist, und so geschieht, wie es geschieht, mag sich wesentlich ungemütlicher ausnehmen, zumindest auf den ersten Blick. Aber aufgepaßt: Eine Welt, die keinerlei Naturgesetzen unterläge, in der alles vollkommen beliebig abliefe, vollständig frei von jedweder Regelmäßigkeit, wäre nicht weniger unheimlich. Im ersten Fall müßten wir nicht handeln, weil alles ohnedies seinen notwendigen Verlauf nimmt. Im zweiten Fall könnten wir nicht handeln, weil die Resultate unseres Tuns sich keine Sekunde lang vorhersehen ließen. Eine solche Welt, in der es keine Konstanten gäbe, wäre keinen Sekundenbruchteil lang dieselbe - und ebenso wenig wir selber als ein Teil von ihr.  - Georg Brunold, Fortuna auf Triumphzug. Berlin 2011
 
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