lbern     in wien warfen sie alle ersten november kränze in die donau als opfer für die geister der in ihr ertrunkenen vielleicht tun sie es heute noch ich weiß das nicht so genau die frostigen blumengebinde trieben rasch flußabwärts und fingen sich bei der ortschaft albern im ufergestrüpp genau an der stelle wo die selbstmörder und verunfallten angeschwemmt werden die donau ist kein sauberer aber auch kein heillos versauter strom wie der vater rhein dieser ehmals adelige greis mit den starken germanenmuskeln unter dem wotansmantel gaudeamus liegekur wohin bist du entschwunden bei düsseldorf schien er mir eine rattengraue suppe aus aschenputtels schmuddelküche    - H. C. Artmann, Nachrichten aus Nord und Süd. München 1981 (dtv 6317, zuerst 1978)

Albern (2)  Der heilige Patric war in Irland angekommen und   hatte Oisín in der Nähe des Ortes Elphin gefunden.  Oisín war gerade damit beschäftigt, Steine zu tragen.

»Oisín«, sagte Patric, »laß dich taufen!«

»Was sollte mir das nützen?«

»Oisín, wenn du dich nicht taufen läßt, kommst du in die Hölle wie alle andern Fenier.«

»Wenn Diarmuid, Goll und die andern noch am Leben wären«, sagte Oisín, »würden sie den Teufel und seine Schmiede auf dem Rücken davontragen.«

»Höre endlich, Oisín, alter toller Greis, flehe Gott auf Knien an und laß dich taufen!«

»Sage mal, warum hat Gott eigentlich soviel Menschen zur Hölle verdammt?«

»Weil sie vom verbotenen Apfel gegessen haben.«

»Wenn ich gewußt hätte, daß dein Gott so albern wäre, die ganze Welt wegen eines Apfels zu verdammen, hätte ich ihm drei Pferde und einen Maulesel mit Äpfeln beladen zum Himmel geschickt.«   - (ir)

Ort Lächerlichkeit

 

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