Achtel
 

ein achtel zwischen anfang und ende

als wäre am tag nach dem beischlaf
das senkblei verflogen, buckelt sich
besenrein der himmel hinter dem
bockshorn. satzfleisch, das unverdrossene,
kentert noch knapp
vor dem spundloch. als könnte wer,
konnte keiner dem kehlstrumpf entkommen.
noch kräuselt sich alles, was bläue hat,
über dem heißhunger. gas flockt
im kriechtempo durchs gebläse.
fast zeitgleich mit pontius pilatus
verliert sich lohngrins leergut im windfang.
da tackert kadavergenau ein lämmchen
im uhrzeigersinn, mal links, wie befrackt,
mal blindlings enthauptet,
nie aber ohne griffel.
der ist also der locker, mixt schon
sein achtel zwischen anfang und ende.
beinahe hätte ihn verzückt und verdrossen
der kronkorken umnachtet, kundig,
so daß keine nadel gekrümmt worden wäre.
was sollen da pluspunkte und mooszelebrationen –
der lackmustest muß für den wankelmut bürgen,
allein, auch wenn kein hocker ins grab paßt,
kein labkraut blasenfrei orgelt.
die fliehkraft berauscht: da ist auch schon ostern,
und pötzlich nur pluralität
auf golgothas kopflastigem bettuch.
am kreuzbein pendelt noch eine laus,
hat den boxer gebissen, bevor der im mastdarm
das loch stopfen konnte. hals über kopf
torkelt sein schatten von muskel zu muskel,
während ein klotz ihm die knöchel
auf hochglanz poliert. ein luftschloß im kalkofen
wäre, was er begehrt. er pokert um kleingeld
und würde einen kratzfuß spendieren,
auf daß endlich die saumseligen windrädchen
seinem leibrock entrinnen. fatal aber war
der hustenreiz im freien beim pingpong,
oder war es beim sackhüpfen.
der hahn, von seinesgleichen entbeint,
krähte fünfmal, dann stach
sein herzblatt king davids riesenrad aus.

- Franz Mon

 

Teil Acht

 

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